ubud oder auf dem weg zu gelassenheit

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Wie ihr bereits wisst – durch einen meiner letzten Beiträge -, waren meine bessere Hälfte & ich etwa 3 Wochen lang auf Bali. Wir haben unsere Zelte (aka Resort) in der Nähe von Ubud aufgeschlagen. Das obige Foto zeigt den wunderschönen Blick „ins Grüne“ von unserer Terrasse aus.

… & das folgende Foto gibt euch einen Eindruck von Ubuds Geschäftigkeit: Motorroller, Vespas, Autos, noch mehr Motorroller, Kleintransporter … genervte Touristen auf zu schmalen Bürgersteigen …

 

Fürs Protokoll:
Ich schätze, dass es mindestens 5 – 10 Motorroller pro Auto/Transporter gibt.

 

Ubud:
Woher stammt dieser Hype um Ubud? Was hat diese romantische Sicht auf Ubud als Mittelpunkt von Entspannung, Meditation, Wellness, Erleuchtung … & was-auch-immer begründet?

 

 

Ich denke (& darüber habe auch genau so gelesen!), dass Ubud, immer schon ein renommiertes Zentrum für balinesische Kunst & Kunsthandwerk, vor allem durch Elizabeth Gilberts “Eat Pray Love”* bekannt, berühmt & berüchtigt wurde, so dass Touristen & Expats sich zunehmend angezogen fühlten & immer noch in Ubud ihr Heil suchen:

 

 

Fürs Protokoll:
Ich habe vor vielen Jahren “Eat Pray Love” gelesen (ich erinnere mich, dass es während eines Urlaubs auf Kreta war, am Rande eines Pools mit Blick auf ein sehr blaues Mittelmeer): Der 1. Teil (Italien & wie sie dort gelandet ist) ist witzig geschrieben & wirklich unterhaltsam, der 2. Teil (Indien) ist nicht ganz so witzig, aber immer noch unterhaltsam – & dann ist da der 3. Teil (Bali). Vergleicht man die Teile des Buches, so war der 3. Teil der, den ich … naja – was-auch-immer. Insgesamt ist es schöner Lesestoff – was auch von einem weltweiten Bestseller zu erwarten ist, oder?
Später gab es natürlich auch eine Verfilmung mit der großartigen Julia Roberts … über den Rest können wir ruhig schweigen.
Elisabeth Gilbert prägte recht eindrucksvoll eine neue/andere Sicht auf Bali, vor allem auf Ubud (wo der ganze 3. Teil ihres Buches spielt).

 

Fürs Protokoll (noch einmal):
Wir, meine bessere Hälfte & ich, haben uns nicht entschieden, Ubud wegen “Eat Pray Love” zu unserer Operationsbasis auf Bali zu machen.
Vor der Buchung unseres Urlaubs haben wir darüber nachgedacht, was wir auf Bali alles unternehmen könnten & unseren verlässlichen Reiseführer zu Rate gezogen (s. a. den Hinweis am Ende dieses Beitrags). Wir haben uns entschieden, in der Nähe von Ubud zu bleiben, weil es sehr zentral gelegen ist, so dass wir leicht Trips in den Norden, den Süden, den Osten und den Westen machen könnten. Außerdem dachten wir, dass das Leben in einer eher kleinen Stadt mit vielen Geschäften, Cafés, Bars, Restaurants usw. & natürlich balinesischem Ambiente interessant sein könnte.
… & wir haben auch nicht geplant, Rat von balinesischen Heilern einzuholen oder Meditationskurse von lokalen Gurus zu besuchen oder darüber zu diskutieren, ein Expat in Bali zu werden, der vom Verkauf von handgebasteltem Schmuck lebt.

 

Was suchen also all diese Menschen – ob Tourist, ob Expat, ob temporärer Aussteiger – in Ubud? Oder allgemeiner auf Bali? Ich denke, wir nennen es einfach mal “Gelassenheit“ – als Oberbegriff für Meditation, Erleuchtung, Entspannung, Wellness, Ruhe, Frieden …

Gelassenheit – gibt es überhaupt Gelassenheit?

Bali ist ein kleines Paradies.

Als wir über die Insel fuhren, entdeckten wir viele Orte voller Schönheit. Alle Balinesen sind sehr freundlich & hilfsbereit – das ist zwar einer der Werbeslogans des erfolgreichen Tourismusmanagements von Bali, aber … es ist wahr! Wir haben jeden Tag auf dieser speziellen Sonneninsel ausgekostet & genossen.

Da gibt es Strände & steile Klippen, an deren Rand Tempel liegen. (Manchmal sind Tempel sogar am Strand & von Wasser umgeben – nur bei Ebbe zugänglich.)

 

 

Es gibt Berge aka Vulkane im Hintergrund, wo sich später am Tag Wolken zusammenballen, die Regen bringen. (Wir waren im Oktober auf Bali …) Regen & der Überfluss von Wasser sind das Lebenselixier der grünen Insel.

 

 

… & es gibt Reisfelder auf ganz Bali. Dieses hier war in der Nähe unseres Resorts direkt an der Straße. Enten versammelten sich jeden Tag im Schatten & warteten, um später durch das bewässerte Reisfeld zu waten.

 

 

Der blaue Himmel & das blaue/blaugrüne Meer: Unterschätzt aber nur nicht die Kraft der Wellen & der Strömung.

 

 

Entlang der Strände, vor allem im Süden & Südwesten, liegt das Touristen-Epizentrum. Die Strandlinie ist gesichert & bietet eine gepflasterte Promenade mit Zugang zu Hotels & Pools im Hintergrund. Alle Tore in diese Bereiche werden von steinernen Wächtern und Dämonen bewacht, die charakteristisch für Bali sind …

 

 

… & da sind natürlich auch die feinen Sandstrände mit vielen Tischen, die wohl vorbereietet auf die Touristen warten, die bei Sonnenuntergang dort zu Abend essen wollen.

 

 

Ubud dagegen ist eine kleine Stadt weit entfernt von den Stränden. An den Stränden gibt es – natürlich – viele Hotels, große Hotels & ganz viele Unterhaltungsangebote, wie sie von anderen Stränden dieser Welt bekannt sind … (Eine Freundin (gebürtige Australierin) sagte uns, dass Bali der “Ballermann” Australiens ist … )

Ubud konzentriert sich auf Kunst, Kunsthandwerk, Wellness, Restaurants, Geschäfte … In den engen Gassen finden sich viele kleine Kunst- und Schmuckgeschäfte. Regelrechte „Kunstfabriken“ finden sich an den Ausfallstraßen von Ubud.

 

 

In den engen Straßen liegen Geschäfte und Cafés direkt neben kleinen Familien-Tempeln.

 

 

Die inzwischen international verbreiteten Wellnesskonzepte haben auch ihren Weg nach Ubud gefunden: Angebote für Beauty & Massage sind „überall“ zu finden, Bio-Lebensmittel, gesunde Snacks & vegetarische & vegane Ernährung sind allgegenwärtig.

Die internationale italienische Kaffeekultur ist darüber hinaus natürlich auch in Ubud präsent – von Espresso, Macchiato, Latte … bis hin zu exotischen Spezialitäten. Es finden sich sogar französische Bäckereien & italienische Pizza- und Pasta-Restaurants.

 

 

Wir sind gern schon früh am Morgen durch die Straßen von Ubud gelaufen – sagen wir gegen 10 Uhr. Geschäfte & alle möglichen Verkaufsstände öffnen um diese Zeit, es sind nur wenige Touristen unterwegs & die Zahl der röhrenden Motorroller & Vespas ist im Vergleich zu nachmittags & abends gering.

Nach 2 Stunden Herumlaufen & Erkundung von Geschäften – oder auch weniger! – beeilten wir uns immer, uns einen Platz in einem Café oder einer Bar zu sichern, um gleißenden Sonne zu entkommen, während wir bei eiskaltem Bier oder eiskalten Säften regenerierten.

 

 

Es gibt auch Buddha-Statuen – einige. Bali ist ein hinduistisches Land, kein buddhistisches. Aus westlicher Sicht sind all diese Wellness-, Meditations-, Erleuchtungsaktivitäten usw. hauptsächlich mit Buddha verbunden. So ist es keine Überraschung, hier & da Buddha-Statuen zu finden.

 

 

Die Wellness-Oasen sind großartig, obwohl wir nicht wirklich eine ausgewogene Bewertung geben können, da wir nur 2 davon erfahren haben. Diese Einrichtungen sind Orte der Ruhe, die dich – Körper & Seele – in einen anderen Gefühlszustand bringen: ruhig, freundlich, ausgeruht, chilled.

 

 

Dies war unser bevorzugtes Café/Bistro/Bar in Ubud. Wir saßen gerne an den langen Tischen rund um den Innenbereich mit eiskalten Getränken oder einem heißen Espresso vor uns & beobachteten einfach nur das Leben um uns herum – nachdem wir selbst unterwegs gewesen waren.

 

 

Gelassenheit?

Bali ist typisch für Südostasien: voller Menschen, voller Motorroller, kleiner Straßen, überall Verkaufsstände, abgerissene Häuser, schäbige Hütten neben modernen High-Tech-Gebäuden … Es ist heiß, sehr heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit … chaotisch, laut – wie in all diesen Ländern Südostasiens in der Nähe des Äquators.

Balinesen sind freundlich – nach unserer Erfahrung während früheren Urlaubsreisen sind auch Kambodschaner & Thailänder freundlich. Bali hat hier sicherlich den Vorteil, nie in die blutigen Bürgerkriegsgeschehnisse der 70er und 80er Jahre verwickelt worden zu sein.

Eine Basis für die Suche nach „Gelassenheit” ist vorhanden, aber jeder muss sein persönliches Ziel selbst suchen. Vielleicht genügt es schon, auf der Terrasse zu sitzen & die Palmen zu beobachten, die sich langsam im Wind bewegen.

 

 

Balinesisches Essen gibt es – ihr könnt natürlich auch westliche Küche suchen & sicher sein, dass ihr alles irgendwo findet, aber es gibt hier eben diese spezielle Küche, die für Südostasien charakteristisch ist.

Beginnen wir mit dem Reis, der wächst … überall. Macht einen Ausflug zu den berühmten Reisterrassen & bestaunt die Aussicht.

Reis ist die Grundlage aller Mahlzeiten. (Natürlich gibt es auch diese speziellen Nudeln aus dem südostasiatischen Raum.) Entweder wird der Reis mit Gemüse/Fisch/Meeresfrüchten/Hühnchen/Schweinefleisch vermengt & verfeinert mit Gewürzen serviert oder Gemüse/Fisch/Meeresfrüchte/Hühnchen/Schweinefleisch mit Gewürzen werden auf Reis serviert …

… & es gibt immer eine Auswahl an Sambal (meist höllisch scharf!).

 

 

Es gibt Früchte, mehr verschiedene Früchte als erwartet. Alles ist fein, aber denk daran: “Kochen, schälen oder nicht anrühren“ („Cook it, peel it or forget it!“), um … auf der sicheren Seite zu sein. Ok, wir hatten kein Problem damit, dem frischen Obst in unserem Resort zu vertrauen …

 

 

Fisch? Es gibt viel Fisch auf Bali – ich liebte den frischen, gegrillten Fisch (s. u.: Reste gegrillter Fische danach!) auf einem Bett aus Reis mit Sambal (was ich wegen Schärfe meistens eher ignorierte!).

 

 

Es war ein außergewöhnlich schöner Urlaub. Punkt.

 

 

Noch einmal unsere verlässlichen Reiseführer*:

 

 

 

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