eine kleine, stille insel im weiten, blauen meer

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Es Vedrà – sieht das nicht fantastisch aus?

Es ist noch viel schöner & beeindruckender, wenn ihr im warmen Sonnenschein mit einer leichten Brise im Rücken auf dem steinigen Strand Ibizas steht – dem sich hoch auftürmenden Felsen von Angesicht zu Angesicht direkt gegenüber – gigantisch, unwirklich… ein natürliches Wahrzeichen. Einer dieser speziellen Orte auf Ibiza: rein, ruhig, wild, einsam, mystisch… Vielleicht auch ein Hinweis darauf, warum Ibiza in den 70er und 80er Jahren zu einem Top-Ziel für all die Hippies und Aussteiger wurde.

…aber wenn es eine Sache gibt, die heute typischerweise sofort mit Ibiza assoziiert wird, ist es… die Party-Insel!

Was können wir also erwarten, wenn wir im März nach Ibiza fahren… Es ist jenseits jeder Sommer-/Party-/Spaß-Saison, es ist definitiv weniger als 30+° C. Es gibt (noch) keine Touristenmassen… Es ist eine ruhige Insel in der Sonne – das war zumindest das, was meine bessere Hälfte & ich vorfanden, als wir ankamen.

Wir hatten geplant, den letzten Winterstürmen zu entkommen, den Regentagen, dem Dunst & Nebel, der ganze Tage grau in grau färbt, der Kälte… Wir träumten von einer kleinen Idylle in der Sonne: blaues Meer, blauer Himmel, strahlende Sonne & zumindest warm genug, um überall mit T-Shirt und Sommerjeans herumlaufen zu können. Wir hatten vor, in Straßencafés zu sitzen, Café solo & gekühlten Weißwein vor uns, mit Tapas beladene Teller… und das la dolce far niente in Spanien zu genießen!

…& eine Woche lang war es genau das, was wir uns gewünscht hatten! Wir entspannten, wir lasen viele Bücher, wir gingen am Strand entlang, wir schlenderten durch den Hafen & durch die Altstadt Dalt Vila, mieteten kurzentschlossen ein Auto & kurvten einwenig über die Insel.

….& unser verlässlicher Reisebegleiter sorgte dafür, dass wir nicht verloren gingen:

 

 

Einschränkungen?
Nun – viele Cafés, Bars, Restaurants, Geschäfte usw. sind im März noch geschlossen. Sogar die berühmten Hippie-Märkte sind noch verlassen. Also mussten wir uns mit dem begnügen, was angeboten wurde – aber es war für uns mehr als ausreichend. Ruhe & Zeitlosigkeit bestimmen das Bild der Insel. Die Schiffe im Hafen sind noch für die Wintersaison verpackt. Die Altstadt Dalt Vila ist ziemlich leer – erfrischend leer. Die Strände sind schön & einsam, außer dass das Wasser noch ziemlich kalt ist. Zu kalt.

 

 

Wir lebten in Talamanca, liefen zur Hafenpromenade und bestiegen ein Wassertaxi nach Ibiza-Stadt (es sind ca. 10 Minuten quer durch die Hafenbucht). Wenn ihr von Talamanca aus kommt, werdet ihr von der Altstadt, der Festung und der Kathedrale begrüßt – und diesem Dschungel von weißen Häusern, in & um die herum in der Hochsaison im Sommer immer Party ist (eine der vielen Party-Locations…).

 

Fürs Protokoll:
Wir sind einmal über die ganze lange Hafenpromenade von Talamanca nach Ibiza-Stadt gelaufen – es ist etwa eine Stunde oder sogar etwas länger. Ihr werdet einen umfassenden Eindruck von den vielen Booten & Schiffen bekommen, die sich noch in der Sonne ausruhen – leider gibt es auf der Strecke fast keinen Schatten!

 

In Ibiza-Stadt haben wir uns auf Dalt Vila konzentriert & was so drum herum ist.

Vom Hafen aus erklimmten wir den Anstieg zum Eingang von Dalt Vila, der von 2 römischen Statuen (Repliken… natürlich) bewacht wird. Die Festung ist sehr gut erhalten (Teil des Unesco-Weltkulturerbes) & wenn ihr den Gassen & Gässchen, die in Serpentinen angelegt sind, nach oben folgt, habt ihr von den Festungswällen aus eine spektakulären Aussicht über den ganzen Hafen…

 

Fürs Protokoll:
Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich den Aufstieg bei etwa 35° C gemacht hätte…

 

 

Die Festung selbst ist für die Öffentlichkeit gesperrt, aber ihr könnt die Kathedrale besichtigen – ein kleines Juwel ganz oben auf dem Felsen.

 

 

Als es an der Zeit war, den historischen Kern in Richtung Altstadt wieder zu verlassen, schlenderten wir langsam den Hügel hinunter, nahmen noch ein paar Aussichtspunkte mit, verliefen uns ein wenig in den engen Gassen & bewunderten die gepflegten Häuser sowie auch die weniger gepflegten Anwesen, alle aber mit einem gewissen Charme.

 

 

Ich gebe zu, dass ich mehr als nur ein durchschnittliches Interesse für Türen & Tore, Fenster & Balkone entwickelt habe, als ich in der Altstadt war. Am Ende hatte ich Unmengen Fotos von den weißen Häusern, braunen Holztoren, blauen Jalousien…

 

 

..& natürlich waren einige Cafés & Bars, hier & da, bereits geöffnet, die auf erschöpfte Touristen warteten…

 

 

Die Hafenfront erstreckt sich endlos…

 

 

…auf beiden Seiten des Hafens.

 

 

…& hier ist einer dieser wunderschönen Leuchttüme in Schneeweiß & Signalrot!

 

 

Auf der Insel entdeckten wir einsame Strände – ich glaube allerdings, dass sich hier in ein paar Wochen Menschen, Menschen, Menschen, Menschen… tummeln werden, die sich auf dem feinen Sand ihren Sonnenbrand holen wollen.

Je weiter wir in den Norden Ibizas fuhren, desto abgelegener, einsamer & wilder erscheint die Landschaft. Hier & da gibt es einzelne Villen, die Straßen werden immer schmaler & steiler & kurvenreicher – die Strandbuchten kleiner & natürlicher & idyllischer. Manchmal sieht man einen Laster mit einem riesigen Wassertank. Die Dörfer sind… winzig – eine Straße, einige Häuser…

 

 

Einige Dörfer haben ihre eigene kleine Kirche – überall gibt es diese weißen Mauern, die Holztore, Olivenbäume.

 

 

Neben der Kirche im Zentrum des Dorfes gibt es immer ein Café, eine Bar, ein Restaurant, in dem man es sich in der Nachmittagssonne gut gehen lassen kann. Meine bessere Hälfte & ich vermuteten, dass es sich oft um Hippies – also Alt-Hippies – handelte, die hier ihren café solo tranken. Uns fielen die bunten,  langen, weiten Röcke auf, die (selbst?) gehäkelten Westen, Lederstiefel, von der Sonne gegerbte Gesichter… Es erinnerte mich alles an die 70er & 80er Jahre, die Zeit der Aussteiger. Außerdem fielen sie uns auch in den bekannten Cafés in der Altstadt von Ibiza auf… immer eine Ibiza-Tasche über der Schulter.

 

 

Es war immer wieder schön, wenn wir nachmittags nach Talamanca in unser Zimmer mit Aussicht auf die Strandbucht zurückkehren konnten, wo wir es uns auf unserem Balkon mit einem Glas eiskalten Weißwein bequem machen konnten, bevor wir später zu einer der Bars am Strand gingen.

 

 

Es war unser 1. Besuch auf Ibiza… & wir haben diese Woche von Anfang bis Ende genossen!

 

Fürs Protokoll:
Gleich neben Ibiza liegt Formentera, die kleinste Insel der Balearen. Auf Formentera gibt es keinen Flughafen. Wenn ihr nach Formentera wollt, müsst ihr nach Ibiza fliegen und dann eine Fähre nehmen. (Wir haben während unserer „kurzen” Chill-Out-Woche allerdings darauf verzichtet.)
In den 80er Jahren waren mein Ex & ich mehr als einmal auf Formentera – also war ich doch schon ein paar Mal auf Ibiza, allerdings nur bei Ankunft & Abflug – und manchmal für einen Tagesausflug. Damals war Formentera eine Insel mit wenigen Hotels, wenigen Autos, kaum Touristen… & wunderschönen Naturstränden. Die Fähre war ein ziemlich kleines Motorboot, in dem es keinen Platz für Autos gab & die drei- bis viermal täglich Personen transportierte. Inzwischen gibt es große Schnellfähren mit Autodeck, die jede Stunde oder so ablegen… Ich bin schon ein wenig neugierig, was aus meinem kleinen Formentera geworden ist – vielleicht machen wir demnächst einen speziellen Trip dorthin!

 

 

Noch einmal unser verlässlicher Reisebegleiter*:

 

 

Adios, Es Vedrà!

 

 

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