domestic goddesses: nigella …am heimischen herd…

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Beim Kochen geht es nicht nur darum, die Zutaten alle bereitzustellen, einem Rezept sklavisch zu folgen und dann zum nächsten überzugehen. Es geht darum, ein Verständnis für Ernährung zu entwickeln, Selbstbewusstsein in der Küche zu entwicklen, den einfachen Wunsch umzusetzen, sich etwas zu essen zu machen. Und beim Kochen, wie beim Schreiben, musst du dir selbst gefallen, um anderen zu gefallen. Seltsamerweise kann es enorm viel Selbstvertrauen erfordern, sich auf den eigenen Gaumen zu verlassen und seinen eigenen Instinkten zu folgen. Mit unserem gewählten Vorgehen, also ausprobieren und sich irren dürfen, kann dies schwieriger sein, als den aufwändigsten Rezepten zu folgen. Aber es geht darum, was funktioniert und was wichtig ist.

Aber Restaurantessen und heimische Gerichte sind nicht dasselbe. Oder genauer gesagt, das Essen in Restaurants ist nicht dasselbe wie das Essen zu Hause. Das heißt natürlich nicht, dass man sich nicht von Restaurantmenüs inspirieren lassen und die Rezepte des Küchenchefs anpassen kann – und das tue ich auch.
….
Ich bin kein Küchenchef. Ich bin nicht einmal eine ausgebildete, professionelle Köchin. Meine Qualifikation ist die eines Konsumenten, eines Essers. Ich koche, was ich essen will – in gewissen Grenzen. Ich habe einen Job – einen Job als arbeitende Journalistin – und zwei Kinder, von denen eines beim Schreiben dieses Buches geboren wurde.

Vieles davon wird im ganzen Buch angesprochen, aber ich möchte hier und jetzt klarstellen, dass man sich seinen eigenen individuellen Sinn dafür aneignen muss, worum es bei Lebensmitteln geht, und nicht nur eine große Sammlung von Rezepten.”

Nigella Lawson in „How To Eat“
(eigene Übersetzung)

 

Wie schon angekündigt, geht es immer noch um Domestic Goddesses …am heimischen Herd.
Heute möchte ich gern ein wenig über Nigella Lawson & ihre ersten beiden Bücher* sprechen – leider nur in englischer Sprache erschienen:

 

 

Fürs Protokoll:
Wenn ihr euch fragt, warum die Bände auf meinem Foto (das die Büchern in meiner Küchenbibliothek zeigt) & die aktuellen Versionen nicht gleich aussehen – naja: Ich habe meine Exemplare schon vor etlichen Jahren gekauft; heute gibt es neue Ausgaben auf dem Büchermarkt.

 

Ich lernte Nigella im TV kennen; ihre Kochshow wurde in Deutschland gezeigt & war einfach großartig. Was mir am besten gefallen hat? Nigella kochte, Nigella aß (mit Familie & Freunden), ging schlafen – plötzlich kam sie noch einmal zurück in die Küche, öffnete ihren Kühlschrank, suchte die Schüssel mit den Resten des Desserts & schwelgte in Schokolade, Sahne, Kuchen…

Also suchte ich recht schnell erst einmal nach ihren Kochbüchern – es gibt inzwischen eine ganze Reihe – und begann mit “Leckerbissen” (englisch: “Nigella Bites“). Schon bald stieß ich auf ihre grundlegenden Werke “How To eat” & “How To Be A Domestic Goddess”. Besonders in ihrem ersten Buch fiel mir auf, dass sie dabei war, einen neuen Stil zu entwickeln, wie man ein Kochbuch schreiben kann – und ich war begeistert, in diesem Buch zu schmökern…

 

 

Aber nun kommen erst einmal ein paar Fakten:

Nigella Lawson (*1960) begann nach ihrem Studium in Oxford als Journalistin und Restaurantkritikerin. Sie ist eine autodidaktische Köchin und schrieb ihr erstes Buch “How To Eat” Ende der 90er Jahre. Danach bekam sie ihre eigene TV-Kochshow. Ihr Ansatz ist 100% „Kochen zu Hause“.

Ihre ersten beiden Kochbücher:

  • How To Eat
    (veröffentlicht 1998 / ca. 540 Seiten ohne Fotos / ca. 250 Rezepte (meine Einschätzung!))
  • How To Be A Domestik Goddess
    (veröffentlicht 2000 / ca. 380 Seiten mit Fotos / ca. 150 Rezepte (auch meine Einschätzung!))

Was ist hier so neu?
Werfen wir einen Blick auf das Inhaltsverzeichnis von “How To Eat”:

  • Basics etc. (ca. 80 Seiten (auch mit Rezepten)!)
  • Cooking In Advance (Kochen im Voraus)
  • One & Two (Kochen für eine oder zwei Personen)
  • Fast Food
  • Weekend Lunch (das „große“ Mittagessen am Wochenende)
  • Dinner
  • Low Fat (tja – hier finden sich vor allem chinesische, indische und südostasiatische Gerichte)
  • Feeding Babies & Small Children (Kochen für Babies und kleine Kinder).

Nigella Lawson ist zu Hause und denkt sich so: Was gibt es heute zum Abendessen? Was soll ich auf den Tisch bringen, wenn nicht gerade eine Schar Gäste erwartet wird? Was kann ich für die Kinder kochen? Wie organisiere ich meine Küche?

“How To Eat” ist ein Buch zum Lesen – natürlich gibt es viele Rezepte und einen hervorragenden alphabetischen Index am Ende des Buches. Wer nach „Beef Stroganoff” oder “Béchamel-Sauce“ sucht – oder was auch immer – wird es finden. Die Rezepte sind in die Kapitel eingebettet. Es ist möglich, einfach zu lesen – Kapitel für Kapitel. (Natürlich könnt ihr Details der Rezepte manchmal überspringen… solange ihr nicht plant, das Rezept nachzukommen.)

Ihr zweites Buch – “How To Be A Domestic Goddess” (Wow – was für ein Titel!) – ist eine Ergänzung. Hier ist das Inhaltsverzeichnis schon etwas konventioneller:

  • Cakes 
  • Cookies, Scones, and Muffins
  • Pies 
  • Desserts
  • Chocolate
  • Children
  • Christmas
  • Bread and Yeast
  • The Domestic Goddess’s Pantry.

Ich glaube nicht, dass in diesem Buch ein Rezert ohne spezielle Notizen, ohne eine Geschichte, ohne ein paar Tipps gibt… Es ist auch hier zu erkennen, dass Nigella ihre eigenen Ideen entwickelt hat & vorstellen möchte.

 

Warum mag ich diese Bücher?
Die Rezepte sind verlockend – auch wenn wir sie nur lesen können. Es ist der Ansatz einer Köchin, die leicht zuzubereitende Gerichte in vertretbarer Zeit mit Standard-Küchengeräten vorstellen möchte. Damals war Nigella Lawson eine Hausfrau & ich denke, das kommt auch in ihren Büchern so rüber.

Obwohl diese Bücher inzwischen etwa 20 Jahre alt sind, sind sie immer noch aktuell. Sie zeigen  eine Nigella Lawson am Anfang ihrer Karriere, als sie ihre Art zu kochen entdeckte, entwickelte & definierte. Es ist kein penibel methodischer Einstieg ins Kochen & Backen zu Hause –  im Vergleich zu den anderen Kochbüchern in meiner kleinen Serie -, aber eine umfangreiche Sammlung, die sich auf das konzentriert, was die kochende Hausfrau oder den backenden Hausmann interessiert & was für sie wichtig ist. Also – anders gesagt: erwartet hier keine raffinierten, komplizierten Rezepte mit exotischen Zutaten…

 

So und nun noch einmal all meine Domestik Goddesses:

 

 

*All books are affiliate links to www.amazon.de (details Datenschutz).
Alle Bücher sind über affiliate links mit www.amazon.de verknüpft (s. a. Datenschutz).

 

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