domestic goddesses… am heimischen herd…

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Was ist eine Domestic Goddess? Eine Göttin der Kochkunst?

Mein Fokus liegt auf dem Kochen zu Hause am eigenen Herd – incl. Backen. Wenn ich also an eine  domestic goddess denke, fallen mir erst einmal Kochbuchautorinnen ein, die sich genau auf diesen Bereich konzentrieren & ihn komplett abdecken.

 

Fürs Protokoll:
Goddesses? Göttinnen? Gibt es da nur Frauen?
Naja: den Titel dieses Beitrags habe ich gewählt, nachdem ich mir die Kochbücher, die ich vorstellen möchte, angeschaut habe – alle Autoren sind weiblich.

 

Wir reden also darüber, wie wir die Zubereitung von Gerichten in einer kleinen Küche in einem total normalen Haushalt, d. h. nicht in einer Profi-Küche mit allen möglichen, speziellen Küchengeräten wie in einem Restaurant oder so, auf die Reihe bekommen können.

Außerdem sprechen wir über Kochbuchautorinnen, die es geschafft haben, eine  domestic goddess zu werden – (fast) ohne professionelle Ausbildung und Lehre. Sie werden durch ihre Leidenschaft für Essen und Kochen und Backen getrieben; vielleicht gab es später im Leben mal die Teilnahme an einem professionellen Kochkurs, aber primär haben sie sich selbst alles beigebracht. Ihre Geschäftsinteressen beschränken sich auf das Schreiben und Verkaufen von Kochbüchern, vielleicht noch darauf, eine eigene TV-Kochshow zu managen.

 

Fürs Protokoll:
Was ist mit Foodbloggern? OK – sie sind heute nicht im Fokus, weil Foodblogger hauptsächlich durch ihre speziellen Interessen & ihre täglichen Koch- und Backerlebnisse geprägt und motiviert werden – die systematische Aufbereitung von diversen Koch- und Backansätzen, Techniken, die Herstellung von Mahlzeiten und die Planung von privaten Events sind nicht ihr Hauptanliegen. Unter diesem Aspekt schreibt ein Foodblogger eher eine Art privates Tagebuch als eine vollständige Anleitung fürs Kochen zu Hause.

 

Kommen wir zurück zu den Büchern, wobei ich explizit darauf hinweisen möchte, dass wir uns hier mit Kochbüchern beschäftigen, die die ganze, weite Welt des Kochens abdecken – was bedeutet, dass ihr hier Anleitungen findet à la „Wie macht man eine  sauce béarnaise?“ oder „Wie tranchieren wir ein Hühnchen?“ oder „Wie macht man mousse au chocolat?“ oder „Wie gelingen mir die perfekten Rühreier?“.

Warum brauchen wir überhaupt Kochbücher einer domestic goddess?
Sie sollen uns zeigen, was wir in unserer eigenen, kleinen Küche leisten können – einfach und schnell. Sie sollen uns köstliche Gerichte zeigen, nicht nur einfache Hausmannskost. Sie sollen für uns Nachschlagewerk & Ideenlieferant zugleich sein.

 

 

Fürs Protokoll – ein für alle Mal:
Dieser Beitrag & die noch folgenden Beiträge bringen meine persönliche Sicht der Dinge zum Ausdruck.
Meine Sicht ist limitiert. Ich bin kein professioneller Journalist, der sich auf Ernährung spezialisiert hat. Ich habe nur eine begrenzte Anzahl von Kochbüchern gelesen – und es gibt noch tausende irgendwo da draußen. Aus meiner begrenzten Weltsicht heraus & geprägt durch meine persönlichen Präferenzen habe ich genau diese Kochbücher und ihre Autorinnen, d. h. meine domestic goddesses, ausgewählt.
(Ich bin sicher, dass es andere Weltsichten gibt, andere persönliche Präferenzen, andere Bücherregale, die mit anderen Bücher über Essen und Kochen und Backen gefüllt sind etc.)

 

So: über wen spreche ich denn nun eigentlich?

Ich rede von Julia, Delia, Nigella & Mary… & hier sind ihre Bücher*:
(Natürlich haben sie alle noch weitaus mehr Bücher veröffentlicht als die, die hier gelistet sind, aber ich denke, dass diese die Essenz ihre Arbeit darstellen!)

 

 

(Sorry, aber es gibt keine Übersetzungen dieser Kochbücher!)

 

Ihr findet alle diese Bücher auch auf meiner Kochbuch-Seite… & um alle Missverständnisse auszuräumen: hier ist noch einmal die Girl Band – in den Hauptrollen:

 

Ich würde gern noch einmal zusammenfassen:

  • Eine domestic goddess hat eines oder mehrer Kochbücher über das Kochen zu Hause am heimischen Herd verfasst, das die ganze Vielfalt von Nahrungsmitteln, ihrer Zubereitung und div. Techniken abdeckt.
  • Ihre Bücher sind in den letzten Jahrzehnten zu „Koch-Bibeln“ geworden.

Schauen wir uns also mal die Historie an:

  • 1950-1970
    Julia Child entwickelte ihr 1. Kochbuch in den 50er Jahren und veröffentlichte es Anfang der 60er.
    Der 2. Band folgte ca. 1970; der 1. Band wurde damals ein wenig aktualisiert.
  • ca. 1980
    Delia Smith veröffentlichte 1978 ihren Kochkurs und aktualisierte in den folgenden Jahren (wohl mehrfach).
  • ca. 2000
    Nigella Lawson schrieb „How to eat“ 1998; die Backbibel folgte im Jahr 2000.
  • ca. 2017
    Mary Berry hat gerade eine grundlegend aktualisierte Version ihres Grundkochbuchs (ursprünglich 1995 veröffentlicht!) herausgebracht.

Also sprechen wir hier von fast 70 Jahren Kochen und Backen… zu Hause!

Nun: eine sauce béarnaise ist eine sauce béarnaise ist eine sauce béarnaise… Das ist ein Standpunkt!  Nichtsdestoweniger ist es schon interessant, in die genannten Bücher zu schauen. Brauchen wir also all diese Kochbücher? Unser Leben hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert und unsere Ernährung & unsere Art zu Kochen änderte sich auch. Ich denke, die Bücher reflektieren schon irgendwie, was alles in unserer Küche zu Hause im Laufe der Jahre passiert ist.

 

Was gibt es sonst noch?
Ich erwähnte schon die offensichtliche Tatsache, dass wir es nur mit Frauen – also domestic goddesses – zu tun haben. Mir ist bisher kein Kochbuch untergekommen, dass von einem Mann geschrieben wurde & sich dem Kochen am heimischen Herd widmet – nun: natürlich bezogen auf meine limitierte Kochbuch-Sammlung & Surf-Expeditionen im Netz. Wenn ich Männer in der Küche am Werke sehe, haben sie meist schon ein paar Sterne errungen… und ihre Kochbücher beschäftigen sich mit dem professionellen Kochen von komplizierten Gerichten mit exquisiten, seltenen und teuren Zutaten. (Vielleicht sollten wir sie eher Küchenchef-Götter… nennen.)
Natürlich ist da noch Jamie… Er hat eine eigene Kochkultur begründet, aber ich habe bei ihm leider noch kein Gesamtwerk über das Kochen am heimischen Herd gefunden.

Noch ein Punkt:
Ich bin Deutsche und lebe in Deutschland – also warum gibt es keine deutsche Kochbuchautoren mit einem domestic god/goddess-Faktor? Es läuft auf das gleiche hinaus wie vorher – ich habe nichts gefunden… Da gibt es umfangreiche Basiswerke wie Dr. Oetkers Schulkochbuch und ähnliche Rezeptsammlungen ohne jegliches persönliches Flair, d. h. ohne einen Autor bzw. eine Autorin, die ihre spezielle Erfahrung & Leidenschaft einbringt. Da gibt es – natürlich – Bücher von erfolgreichen Chefköchen, Restaurantbesitzern… (s. o.).

 

Wie geht es nun weiter?
Es wird Beiträge über meine domestic goddesses geben, die in Kürze nach und nach veröffentlicht werden.
(..und vielleicht finde ich auch in den kommenden Jahren noch andere “Bibeln“!)
Bis dahin:

 

“Stay hungry! Stay foolish!”

Steve Jobs (gilt auch fürs Kochen!) 

 

*All books are affiliate links to www.amazon.de (details Datenschutz).
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