über avocado & speziell guacamole

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Eine reife Avocado ist wie eine Frucht aus dem verlorenen Paradies!

aktualisiert 05-07-2016

 

Avocados sind auf den 1. Blick nicht besonders appetitanregend: entweder haben sie eine zerfurchte dunkelbraune Schale oder ihre glatte intensiv grüne Schale schimmert fast schon künstlich. Ihr Fruchtfleisch geht von einem satten Grün direkt unter der Schale in ein fahles Gelb rund um den Kern über – und du fragst sich: was macht man denn nun damit? Nun: auf das Kochen kann man verzichten – eine Avocado wird roh gegessen. …und das Aroma wird intensiver, wenn die richtigen Gewürze hinzukommen: Avocado-Dips & -Salate sind einfach köstlich!

Für’s Protokoll:
Avocados gelten als sehr gesunde Früchte mit viel gesundem Avocado-Öl – was natürlich auch viele Kalorien bedeutet, aber wir … (erinnert euch an Regel #1).

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Dies ist eine sehr schöne Avocado … mit Knoblauch, ihrem bestem Freund!

Aber wenden wir uns erst einmal dem Kauf einer Avocado zu:

  • Es gibt braune Avocados & es gibt grüne Avocados. Manchmal gibt es nur die braunen, manchmal nur… ich denke, das reicht an Verfügbarkeitsinformation.
  • Manchmal sind Avocados hart wie ein Apfel oder eine grüne Birne. Manchmal sind sie weich oder sogar extra-weich: wenn ihr sie dann drückt, habt ihr das Gefühl, dass die Schale gleich platzt & das Fruchtfleisch herausquillt.

Für’s Protokoll:
Als ich kürzlich durch die Food Blogs des Internet surfte, habe ich gelernt, dass es ca. 10 verschiedene (gängige) Avocado-Sorten gibt – ich bin sicher, es gibt regional noch mehr. Sie unterscheiden sich leicht in Größe/Form & offensichtlich in Farbe & Oberflächenstruktur – und ein wenig im Geschmack. Natürlich kann ich mich nur auf Sorten beziehen, die ich selbst schon gekostet habe – einmal eine braune Sorte namens “Hass” & grüne Sorten, die wie eine Birne geformt sind (Name unbekannt – wenn ich mir die Photos anschaue, tippe ich auf Sorten wie “Hall” oder “Choquette”): ich habe keinen Geschmacksunterschied wahrgenommen – alle sind köstlich, cremig mit sanftem Aroma.

Kommen wir zurück zum Kauf von Avocados:
Zu Hause entdeckt ihr manchmal, dass die Avocado so hart ist, dass man ein Messer braucht, um das Fruchtfleisch aufzuschneiden oder ihr greift sogar zu einem Pürierstab, um das Fruchtfleisch zu zerkleinern, was nicht gut ausgeht. Es kann aber auch passieren, dass ihr feststellt, das das Fruchtfleisch sehr weich ist, nicht mehr gelb-grün, sondern braun oder von vielen braunen Fasern durchzogen… Diese Beispiele zeigen, dass die Avocado entweder noch unreif oder überreif ist (oder falsch gelagert wurde … z. B. im Winter Frost abbekommen hat.)

Wie kaufen wir also Avocado & wie bewahren wir sie auf?
Ich sehe es so:

  • Nehmt im Supermarkt eures Vertrauens eine Avocado in die Hand & drückt sie vorsichtig.

Fall #1: Die Avocado ist hart wie ein Apfel (oder eine grüne Birne), aber ihr wollt sie eigentlich heute Abend essen.
Vergesst diese Idee sofort & überlegt euch etwas anderes für’s Abendessen.

Fall #2: Die Avocado ist immer noch hart wie ein Apfel (etc.), aber ihr plant, sie erst in 3-4 Tagen (oder noch später) zu essen.
Kauft die Avocado & lagert sie entsprechend zu Hause – lasst sie reifen!

Fall #3: Die Avocado ist weich – wie ein reifer Pfirsich oder eine reife Aprikose -, wenn ihr vorsichtig drückt & ihr wollt die Avocado noch heute oder morgen essen.
Kauft die Avocado: sie ist reif & ideal für heute oder morgen.

Fall #4: Die Avocado ist sehr weich (ihr könnt Dellen in die Schale drücken!)…
Lasst es sein – sie ist überreif & wahrscheinlich innen schon braun und/oder voller brauner Fasern.

  • Nun habt ihr die Avocado zu Hause & sie sieht ihrem Schicksal entgegen.

Wenn die Avocado noch hart ist, legt sie irgendwohin in die Küche – in ein Regal oder auf den Tresen -, wo ihr die Avocado imAuge behaltet, sie nicht vergessen werdet & jeden Tag ihren Reifegrad testen könnt.

Wenn die Avocado reif ist (also wenn ihr sie leicht drücken könnt), dann gibt es 2 Möglichkeiten:

#1  Sofort essen!
#2  In den Kühlschrank legen.

Zusammenfassung:
Kauft niemals eine überreife Avocado oder versucht eine unreife Avocado zu verarbeiten.
Ihr könnt die Reifung direkt kontrollieren, wenn ihr die Avocado bei Zimmertemperatur in eurer Küche aufbewahrt (vielleicht für 3-4 Tage – bis sie reif ist).
Ihr könnt reife Avocados 3-4 Tage lang im Kühlschrank lagern.

Nichtsdestotrotz – trotz aller Bemühungen & Aufwände – könnt ihr “Avocado-Desaster” nicht gänzlich vermeiden! (Wenn eine harte Avocado in eurer Küche nicht reifen will – also auch nach 4-5 Tagen immer noch knochenhart ist – vergesst es einfach: wenn ihr diese Frucht halbiert, werden ihr mit 99%iger Wahrscheinlichkeit herausfinden, dass die Avocados voller brauner Fasern ist.)

Wie wollen uns heute mit Avocado-Dips beschäftigen – vor allem mit der berühmten Guacamole (s. a. Enchiladas), aber ich werde auch eine ganz einfaches Rezept für einen ganz einfachen Avocado-Dip hinzufügen.

Guacamole: das ist Avocado für die Masse, Knoblauch für das Aroma, Tomaten & Frühlingszwiebeln für die Struktur im Dip, etwas saure Sahne für die Weichheit & vielleicht etwas (oder auch mehr) Chili für die Schärfe…

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Guacamole beginnt damit, dass die Avocado geschält wird. Wenn die Avocado reif ist, ist die Schale fast lose & man kann sie – nachdem man die Avocado halbiert/geviertelt hat – leicht abreißen/mit den Fingern lösen, so dass das Fruchtfleisch kaum verletzt wird.

Ich zerdrücke die Avocado immer per Hand. Es wird natürlich nicht so fein wie mit dem Pürierstab oder bei einer Fertig-Guacamole, aber etwas mehr Textur schadet auch nicht.

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Fügt die saure Sahne hinzu, salzen & pfeffern, und gut mit einem Schneebesen verrühren. Voilà: Das ist schon der einfachste Avocado-Dip, den man sich vorstellen kann.

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Ein Spritzer Zitronensaft? Vielleicht… (Ich sage später noch etwas dazu!)

Gebt nun die kleingeschnittenen Tomaten & Frühlingszwiebeln dazu – und dann noch ein paar Gewürze, Knoblauch & Chili… & alles gut vermischen.

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 …und schon haben wir Guacamole!

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aktualisiert 05-07-2016:
Ich mische unter die Avocadomasse immer ein paar Esslöffel saure Sahne – es wird dadurch noch etwas “weicher”. Inzwischen habe ich aber auf anderen Foodblogs gelesen, dass Guacamole “nur Avocado” enthält… Also definiere ich – von nun an: saure Sahne vermischt mit Avocadomus ist optional.

 

Das folgende Rezept gibt euch die genauen Daten:

über avocado & speziell guacamole

Prep Time: 15 minutes

Servings: 2-4

über avocado & speziell guacamole

Eine reife Avocado ist wie eine Frucht aus dem verlorenen Paradies!

Ingredients

  • 1 Avocado
  • 1 Tomate
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/2 Teelöffel Zitronen- oder Limettensaft
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote (frisch oder getrocknet) - optional
  • 2 Esslöffel saure Sahne (20%) - optional
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel oder Koriander
  • frischer Koriander - optional
  • Salz & Pfeffer

How to...

  1. Wenn ihr nur ein schwaches Knoblaucharoma haben wollt, halbiert die Knoblauchzehe & reibt die Dip-Schale damit aus - das war's dann mit Knoblauch!
  2. Schält die Avocado.
  3. Zerdrückt das Avocado-Fleisch grob.
  4. Fügt die saure Sahne hinzu (optional) & verrührt es gut mit einem Schneebesen.
  5. Salzen & pfeffern.
  6. Fügt Kreuzkümmel oder Koriander hinzu.
  7. Fügt Zitronensaft oder Limettensaft hinzu - optional.
  8. Wenn ihr ein Knoblauchfan seid, vergesst das Einreiben der Dip-Schale mit Knoblauch & presst stattdessen die Knoblauchzehe & fügt die saftige Knoblauchmasse hinzu.
  9. Alles danach sorgfältig verrühren.
  10. Die Chilischote kleinschneiden (Kerne entfernen) - optional.
  11. Die Tomate kleinschneiden (Kerne & Flüssigkeit entfernen).
  12. Die Frühlingszwiebel kleinschneiden.
  13. Alles in das Avocado-Püree geben.
  14. Den frischen Koriander schneiden & über das Püree streuen - optional.

Notes

Wenn ihr eine große Menge Guacamole braucht - mehr als 4 Personen - , dann könnt ihr einfach die Zutaten verdoppeln oder verdreifachen - ihr solltet nur ein wenig auf die Menge Kreuzkümmel oder Koriander achten!

Wenn ihr mehr Stückchen in der Guacamole haben wollt, nehmt 2 Tomaten und/oder 2 Frühlingszwiebeln.

Saure Sahne: Ihr könnt auch auf saure Sahne verzichten; die Guacamole wird dann eher "satt grün" als "hellgrün". Es bleibt cremig, aber etwas weniger als mit saurer Sahne.

Noch einmal: Knoblauch! Das Einrieben liefert ein ganz leichtes Knoblaucharoma, das niemanden mit Verdauungsproblemen schadet. Andererseits sollte Guacamole schon ein bisschen Geschmack mitbringen: gepresster Knoblauch ist dann perfekt!

Chili: Lasst Chili einfach weg, wenn ihr Chili nicht mögt oder nicht vertragt - ihr könnt aber auch mehr Chili hinzufügen. Ich bevorzuge frische Chilischoten, denn das passt besser zu den Tomaten & der Frühlingszwiebel.

Kreuzkümmel oder Koriander: beide Gewürze passen gut zu Guacamole. Nehmt einfach, was euch besser schmeckt oder was ihr gerade vorrätig habt.

Ihr könnt Zitronen- oder Limettensaft wegen des säuerlichen Aromas hinzugeben und/oder um Oxydation zu verzögern. Wenn ihr die Säure nicht mögt, dann lasst es & stellt einfach nur sicher, dass die Guacamole nach der Zubereitung schnell serviert wird.

Guacamole aufbewahren? Ich empfehle, Guacamole vor dem Servieren nicht länger als 3-4 Stunden im Kühlschrank zu lagern (auch wenn Zitronen- oder Limettensaft verwendet wurden).

https://thebusinesswomanskitchen.de/ueber-avocado-speziell-guacamole/

Ich habe einen einfachen Avocado-Dip versprochen & hier ist er:

  • Halbiere eine Knoblauchzehe & reibe eine Dip-Schale damit aus.
  • Schäle eine Avocado & lege sie in die Schale.
  • Zerdrücke die Avocado & rühre saure Sahne darunter.
  • Salzen & pfeffern.

Das ist ganz einfach & ganz schnell herzustellen & kann als Dip oder auch als Brotaufstrich benutzt werden. Je meh saure Sahne ihr nehmt, desto “dünner” wird der Dip. Das Photo ganz unten zeigt diesen Dip.

Kommen wir nun zum Thema Oxydation: eine Avocado reagiert sehr schnell mit Sauerstoff – eine unästhetische braune Schicht entwickelt sich an der Oberfläche & gräbt sich tiefer & tiefer mit der Zeit… Wie könnt ihr das verhindern?

  • Aus meiner Erfahrung:
    Wenn die Avocado manuell zerdrückt wird – anstatt einen elektrischen Pürierstab zu benutzen, verzögert sich die Oxydation erheblich. Das manuelle Zerdrücken schafft eben eine weniger feine Püree-Struktur. Wenn ihr plant, den Avocado Dip innerhalb der nächsten 2-3 Stunden zu servieren, reicht das aus.
  • Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt – immer – dann nehmt etwas Zitronensaft. Ihr braucht nicht mehr als einen “Schuss” – was nur für ein leichtes Aroma sorgt. Natürlich könnt ihr mehr nehmen, wenn ihr die Säure mögt!
    Ihr könnt den Avocado-Dip dann länger als 2-3 Stunden im Kühlschrank aufbewahren, aber ich empfehle trotzdem, die Avocado erst an dem Tag/Nachmittag zuzubereiten, wenn ihr sie servieren wollt.

Wenn ich hier jetzt auch nur über Avocado Dip gesprochen habe, so gilt das alles auch für Guacamole oder andere Avocado Delikatessen wie Eiersalat mit Avocado oder Shrinp-Salat mit Avocado…

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich so

Selbstgemachte Guacamole ist ja viel einfacher als ich dachte! Es scheint kein in Stein gemeisseltes Rezept zu geben, sondern durchaus Variationsmöglichkeiten: schön – so kann ich meine eigene Version zubereiten, wie immer ich gerade mag. Wenn ich Zitronensaft benutze, kann ich im voraus arbeiten & ich kann sicher sein, dass es sich nicht braun verfärbt… Auch der ganz einfach Avocado-Dip im nächsten Photo, sieht verdammt gut aus: frisch & leicht! Wieder einmal ein exquisiter Snack für meine Küche!

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