rote & gelbe tomaten: eine tarte!

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Reife Tomaten in einer sommerlichen Tarte, die wir warm oder kalt genießen können: hier kommt eine schnell zubereitete Kleinigkeit für Brunch oder Happy Hour!

 

 

“Sommerlich”? Wir sprechen von einer herzhaften Karte, die eigentlich nicht an eine Jahreszeit gebunden ist… aber die besten Tomaten gibt es nun mal im Hochsommer bzw. zum Ende des Sommers.

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Eine Tarte ist zwar kein klassisches Fingerfood, aber trotzdem ideal zum Knabbern. Es kann als komplette Mahlzeit durchgehen – wenn auch eine einfache, kleine Mahlzeit. Eine Tarte kann sofort gegessen werden, wenn sie aus dem Backofen kommt, aber auch wenn sie ein wenig oder ganz abgekühlt ist, oder sogar erst am nächsten Tag, wenn sie wieder aus dem Kühlschrank geholt wird.

Also wollen wir jetzt mal sehen, wie wir solch einen Alleskönner herstellen können!

Frage #1: Was brauchen wir?

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Da sind gar nicht so viele Zutaten:

  • eine Mehlmischung für einen Quiche/Tarte-Basisteig
  • Eier
  • Crème Fraîche
  • geriebener Greyerzer Käse
  • Tomatenpesto
  • frische Tomaten.

Frage #2: Wie gehen wir vor?

Wir nehmen eine Tarteform & fetten sie ein. Ich habe eine Fertigteigmischung für den Tarteboden benutzt (auch für einen Quicheboden nutzbar!). Daher brauchte ich nur diese Mehlmischung (i. w. Mehl mit Trockenhefe & Backpulver (& etwas Salz & Zucker…)) mit warmen Wasser zu verquirlen, den Teig ein wenig durchzukneten & dann kreisförmig auszurollen – so groß, dass er die Tarteform abdeckt – klar: das wird natürlich nicht exakt kreisförmig!

Der Teig wird in die Tarteform gelegt & leicht angedrückt; die überhängenden Teile werden mit einem Messer abgeschnitten.

 

Fürs Protokoll:
Wer mag & genug Zeit hat, kann den Tarteboden auch selbst zubereiten…

 

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Mit einem Schneebesen werden Eier & Crème fraîche verrührt. Salz & Pfeffer nicht vergessen! Zum Schluss kommt der geriebene Greyerzer Käse hinzu – ich kaufe immer Greyerzer Käse am Stück & reibe ihn dann bei mir. Es geht recht schnell – der Greyerzer kann recht grob gehobelt werden, denn es schmilzt alles recht schnell.

Wer mag, kann kleingeschnitteten Schnittlauch oder gerupftes Basilikum hinzugeben – eigentlich passt jedes der mediterranen Kräuter, was gerade in Kräutertöpfen auf der Fensterbank wartet.

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Ich nehme nun kleine, bunte, süße Tomaten, die ich in dünne Scheiben schneide. Die Endstücke brauchen wir für die Tomatentarte nicht; hebt die Reste für später auf.

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Jetzt kommen wir zum Tomatenpesto. Ich habe ein Glas Tomatenpesto im Supermarkt meines Vertrauens erworben.  Das Pesto besteht i. w. aus zerkleinerten Tomaten, getrockneten Tomaten, Öl, Knoblauch, Zwiebeln, mediterranen Kräutern & Parmesan.
(Hier werde ich Jahreszeit-unabhängig!)

Ein anderes Mal, als ich eine solche Tomatentarte zubereitet habe, habe ich Frühlingszwiebeln & Tomaten in Olivenöl mit Knoblauch & mediterranen Kräutern angebraten, bis alles weich war, & 2 Esslöffel Tomatenpesto  hinzugegeben & alles mit fein geriebenem Pecorino abgerundet.

…und ein anderes Mal habe ich meine selbstgemachte Tomatensauce als Ausgangsbasis genommen & mit reichlich fein geriebenem Parmesan angedickt.

 

Fürs Protokoll:
Wer mag & genügend Zeit hat, kann eigenes Tomatenpesto herstellen…
Im Grunde nimmt man reife Tomaten & viel mediterrane Kräuter & viel Knoblauch… bis eine dickliche Masse in der Pfanne vor sich hin brodelt. Dazu kommt immer – zum Schluss – etwas geriebener italienischer (oder französischer) Käse.

 

Das Tomatenpesto wird auf dem Tarteboden verteilt.

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Danach wird die Eier-Crème fraîche-Greyerzer-Mischung vorsichtig über das Tomatenpesto gelöffelt. Achtung: die Mischung ist recht flüssig!
(Das rote Pesto-Öl kommt dabei an die Oberfläche – nicht schlimm!)

Schließlich wird die Oberfläche vorsichtig mit den Tomatenscheiben belegt. Vorsichtig! Die Scheiben sollen auf der Oberfläche schwimmen & nicht abtauchen!

 

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Jetzt ab damit in den vorgeheizten Backofen für ca. 45 min.

…und hier ist die Tomatentarte!

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rote & gelbe tomaten: eine tarte!

Prep Time: 30 minutes

Cook Time: 45 minutes

Servings: 8-12 Stücke

rote & gelbe tomaten: eine tarte!

Reife Tomaten in einer sommerlichen Tarte, die wir warm oder kalt genießen können: hier kommt eine schnell zubereitete Kleinigkeit für Brunch oder Happy Hour!

Ingredients

    Boden:
  • 1 x Mehlmischung für Tarte/Quiche
  • Füllung:
  • 150 gr Creme fraiche
  • 3-4 Eier
  • 50 gr Greyerzer Käse
  • 190 gr Tomatenpesto (1 Glas - fertig zubereitet)
  • ca. 15 kleine rote & gelbe Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zubehör:
  • 1 Tarteform (28 cm Durchmesser)

How to...

  1. Den Backofen vorheizen (150 Grad C Umluft).
  2. Den Tarteboden aus der Mehlmischung wie vorgeschrieben zubereiten & so dünn wie möglich ausrollen.
  3. Den Boden in die Tarteform legen, leicht andrücken & die überstehenden Ränder mit einem Messer abschneiden.
  4. Greyerzer Käse grob reiben.
  5. Die Eier mit der Creme fraiche mit einem Schneebesen verquirlen.
  6. Salz & Pfeffer hinzugeben.
  7. Den geriebenen Greyerzer Käse hinzugeben.
  8. Die Tomaten in dünne Scheiben schneiden (Endstücke entfernen).
  9. Das Tomatenpesto auf dem Tarteboden verteilen.
  10. Die Eiermischung vorsichtig auf die Pesto-Schicht löffeln.
  11. Die Tomatenscheiben vorsichtig auf die Oberfläche legen.
  12. Die Tomatentarte für ca. 45 min backen.

Notes

Die Fertigteigmischung für den Tarteboden benötigt keine zusätzliche Wartezeit bzgl. Teigentwicklung. Die Mehlmischung sollte keine zusätzlichen Gewürze oder Kräuter oder was-auch-immer-sonst-noch enthalten.

Entweder nehmt ihr 3 große Eier oder 4 kleine Eier.

Anstelle von grob geriebenem Greyerzer Käse könnt ihr auch fein geriebenem Parmesan nehmen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr frische, kleingeschnittene, mediterrane Kräuter (oder auch getrocknete Kräuter) zu der Eier-Creme fraiche-Käse-Mischung hinzufügen.

Anstelle von Fertig-Pesto könnt ihr eigenes Pesto herstellen.

Anstelle von Tomatenscheiben könnt ihr auch Zucchini-Scheiben oder Champignon-Scheiben oder Paprika-Ringe (?) nutzen.

Die Tomatentarte kann im Kühlschrank mindestens 3 Tage aufbewahrt werden (falls überhaupt etwas sol lange übrig bleiben sollte); sie kann auch eingefroren werden.

https://thebusinesswomanskitchen.de/rote-gelbe-tomaten-eine-tarte/

 

Sieht das nicht gut aus?
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Ich will jetzt mal zusammenfassen:

  • Tomatentarte ist einfach & schnell zuzubereiten.
  • Es gibt kein in Stein gemeisseltes Rezept – ihr könnt zum Tomatenpesto alles hinzugeben, was zum mediterranen Aroma beiträgt.
  • Die 1. Schicht (Tomatenpesto) besteht daher i. w. aus zerkleinerten, gebackenen oder gebratenen (sonnengetrockneten) Tomaten mit (Frühlings-)Zwiebeln, Knoblauch, mediterranen Kräutern & Käse.
  • Die 2. Schicht ist eine klassische Quiche-Mischung (Eier, Crème fraîche, Greyerzer Käse).
  • Die 3. Schicht ist für die Optik & zum Appetitmachen.

Hier habe ich noch eine anderes Beispiel (selbstgemachte Tomatensauce für die Pestoschicht & Schnittlauch in der Quiche-Mischung):

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…und was die “Optik” betrifft: anstelle von Tomatenscheiben könnt ihr auch Zucchini-Scheiben nehmen!

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Anrichten & Servieren:
Ich habe die Tarte in der Tarteform gelassen – eine Tarteform aus weißem Pozellan (Backofen-, Geschirrspüler-, Mikrowellen-, Gefrierschrank-geeignet). Es sieht gut aus, die fertige Tarte muss nicht mühselig – ohne Unfall – transportiert werden… (natürlich: es gibt auch Tarteformen aus Metall mit losem Boden!)

 

Ganz allgemein: was ist denn nun der Unterschied zwischen einer Tarte & einer Quiche? Ich habe den Eindruck, dass die Begriffe manchmal verschwimmen…

Es gibt einmal Klassiker – die jeder kennt – wie “Quiche Lorraine” (herzhaft) oder “Tarte Tatin” (süß). Es gibt aber auch herzhafte Tartes – und ich kann mit auch süße Quiches vorstellen…

Ich möchte hier mal folgende Definition vorschlagen:

  • Eine Quiche wird in einer Springform gebacken, was zu einem recht hohen Rand & einer Füllung in Höhe von 5-6 cm führt.
  • Eine Tarte wird in einer Tarteform (s. Bilder) gebacken, was zu einem niedrigen Rand & einer Füllung in Höhe von maximal 2-3 cm führt.

Ihr könnt eine Tarte ebenso wie eine Quiche mit einem zusätzlichen Teigboden bedecken: dann habt ihr einen “Pie” (auch Pastete oder gedeckter Kuchen).

So: alle 3 Mitglieder des Clubs können herzhaft oder süß sein.

Ganz nebenbei – gute Nachricht: wenn ihr etwas mehr Tomatentarte haben wollt, könnt ihr die Zutaten für die 1. & 2. Schicht einfach verdoppeln, eine Springform nehmen & es dann Tomatenquiche nennen.

 

Heute haben wir für den Boden einen Hefeteig benutzt. Wenn ihr in euren Kochbüchern nachschlagt oder euch in Food Blogs herumtreibt, werdet ihr herausfinden, dass alternativ auch ein Mürbeteig oder ein Blätterteig zum Einsatz kommen kann – obwohl: manchmal verlangen spezielle Tarte-, Quiche- oder Pie-Rezepte explizit genau eine der Optionen. Ich werde demnächst etwas zu den Alternativen schreiben.

 

Die Businesswoman mit zu vielen Bürostunden denkt sich so

Wenn ich einen Tarteboden selbst mache, scheint mir, dass sich der ganze Herstellungsprozess verlängert – dennoch: eine Einführung in das 1×1 des Tarte-, Quiche-, Pie-Backens würde mich schon interessieren – zumindest weiß ich dann Bescheid & kann mitreden.

Die Tomatentarte gefällt mir sehr gut, weil ich variieren kann. Das Ganze muss mediterran schmecken – ok: aber wenn ich einkaufe, kann ich die Kräuter & Käsesorten & Tomatenarten nehmen, die gerade angeboten werden – oder auf Fertigpesto zurückgreifen!

 

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