roastbeef: ein winterliches abendessen!

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Ein frohes Neues Jahr & alles Gute!
(Ja – ich weiß, dass ich etwas spät dran bin, aber trotzdem…)

 

 

Zuerst einmal: ich kann noch keine Rezeptauswahlliste von 2015 – wie in vielen anderen Food Blogs – als Jahresrückblick präsentieren, weil da noch nicht soviel ist. Natürlich habe ich das Jahr Revue passieren lassen: in Über mich & meinen Food Blog habe ich in der (verlängerten) Weihnachtszeit zusammengeschrieben,was so alles passiert ist.

Nun: Was ist für 2016 geplant?
Ich habe beschlossen, erst einmal einige Gerichte & Gästeabende aufzubereiten, die ich in den letzten Monaten gekocht & erlebt habe: der Winter ist ja noch nicht beendet (im Westen Deutschlands hat er eigentlich noch garnicht richtig angefangen!), so dass winterliche Rezepte noch ein paar Wochen lang aktuell sein werden. Außerdem habe ich vor, meine Reiseberichte, die mit einer kurzen Zusammenfassung zu Dresden in der Vorweihnachtszeit anfingen, um die Reisen in 2015 in den Südwesten der USA, nach Malta… zu erweitern.
Danach stürzen wir uns kopfüber in neue Koch- & Backabenteuer!

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Heute werde ich über meinen neuen Slow Cooker & den Versuch schreiben, Roastbeef für ein winterliches Abendessen darin zuzubereiten. Es war ein Abendessen für 4 Personen: Roastbeef mit Rotkohl & gebackenem Kürbis, Kartoffelpüree & viel Sauce – zum Dessert einen Orangen-Schokoladen-Käsekuchen.

In den letzten Monaten hatte ich – vor allem in Food Blogs – viel über Slow Cooker (aka: “Schongarer”) gelesen: ein Slow Cooker besteht aus einem Keramiktopf von 3.000 – 6.500 ml Fassungsvermögen (oder sogar noch mehr!) mit einem Glasdeckel, der in einen etwas größeren Metalltopf passt, der elektrisch beheizt wird (einfach nur einstöpseln!). Es gibt 3 Einstellungen:

  • hohe Temperatur: ca. 90 – 100° C
  • niedrige Temperatur: ca. 80 – 90° C
  • Warmehaltefunktion: ca. 60 – 70° C.

Es dauert mehrere Stunden, um Fleisch zu garen, aber – nun kommt der große Vorteil: man muss sich in dieser Zeit um nichts kümmern! (Das war ein wichtiger Punkt für mich!)

Fangen wir mit dem Roastbeef an!

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Die Fettschicht ist in diesem Bild unten: lassen wir sie in Ruhe!

Ich habe das Roastbeef-Stück in möglichst gleich dicke Scheiben geschnitten; im nächsten Bild ist die Fettkante oben. Dann habe ich das Fleisch in den Slow Cooker geschichtet, BBQ Sauce & etwas Wasser hinzugefügt, Rosmarinzweige & Lorbeerblätter hineingelegt.

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Ich habe den Slow Cooker verschlossen, eingeschaltet & ein paar Stunden darauf gewartet, dass der Slow Cooker seine Arbeit tut.

 

roastbeef: ein winterliches abendessen!

Prep Time: 15 minutes

Cook Time: 4 hours, 30 minutes

Servings: 4

roastbeef: ein winterliches abendessen!

Ein gut durchgegartes Roastbeef ("well done"), aber überaus zart mit einem interessanten BBQ-Aroma!

Ingredients

  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • ca. 1.000 gr Roastbeef
  • 220 ml BBQ-Sauce
  • 220 ml Wasser
  • 2 Rosmarinzweige
  • 4 Lorbeerblätter
  • Salz & Pfeffer (wenn gewünscht)
  • für die Sauce:
  • 1 Teelöffel Kartoffelstärke
  • 3-4 Esslöffel Wasser
  • Küchengeräte:
  • ein Slow Cooker

How to...

  1. Den Boden des Slow Cookers einölen.
  2. Das Roastbeef-Stück in Scheiben schneiden & die Scheiben in den Slow Cooker legen.
  3. Die BBQ-Sauce darüber gießen.
  4. Die BBQ-Saucenflasche mit Wasser füllen & ebenfalls über das Fleisch gießen.
  5. Rosmarinzweige & Lorbeerblätter hinzugeben.
  6. Salz & Pfeffer, wenn gewünscht - ich empfehle, damit bis zur Saucenproduktion zu warten.
  7. Den Slow Cooker verschließen & auf "hohe Temperatur" (ca. 90 - 100 Grad C) stellen.
  8. Ca. 4,5 h garen lassen.
  9. Die Roastbeef-Scheiben sehr vorsichtig aus dem Slow Cooker nehmen - sie sind sehr weich & könnten zerfallen.
  10. 3-4 Esslöffel der Flüssigkeit im Slow Cooker über die Scheiben gießen.
  11. Rosmarinzweige & Lorbeerblätter entfernen.
  12. Die restliche Flüssigkeit in einen kleinen Topf gießen & zum Kochen bringen.
  13. Wasser & Kartoffelstärke verquirlen, in die kochende Flüssigkeit gießen & schnell verrühren, bis die Sauce andickt.
  14. Salz & Pfeffer nach Geschmack hinzufügen.

Notes

In jedem Fall eine erstklassige BBQ-Sauce benutzen!

Wer möchte, kann Rotwein oder Senf oder ähnliches nach Geschmack zusätzlich in die Sauce einrühren.

Die Fettschicht der Roastbeef-Scheiben kann nach dem Garen entfernt werden: sie ist sehr einfach abzulösen - aber man kann es auch den Gästen selbst überlassen.

Das Roastbeef kann bereits am Vortag zubereitet werden - das Fleisch bleibt zusammen mit der Flüssigkeit im verschlossenen Slow Cooker.

http://thebusinesswomanskitchen.de/roastbeef-ein-winterliches-abendessen/

Wie sieht es jetzt mit dem kompletten Abendessen aus?
Fassen wir mal zusammen:

  • Da gibt es das Roastbeef aus dem Slow Cooker, wofür wir insgesamt etwas weniger als 5 Stunden brauchen.
  • Rotkohl ist einfach: es sollte noch genug im Gefrierschrank sein.
    (Wir nehmen 2 Doppelportionen morgens aus dem Gefrierschrank, lassen sie auftauen & erhitzen sie etwas 20 min vor dem Abendessen in der Mikrowelle oder im Backofen – abschmecken nicht vergessen!
    Nun: Wer nicht genug Zeit hatte, vor dem geplanten Abendessen den Winter-Vorrat an Rotkohl zuzubereiten, oder bereits alles verbraucht hat, kann TK-Rotkohl im Supermarkt seines Vertrauens holen… (vergesst Rotkohl-Konserven – meine Erfahrung sagt, dass die Qualität nicht reicht!).)
  • Gebackener Kürbis ist genauso einfach, wenn man auf eingefrorene Portionen zurückgreifen kann – wenn nicht müssen ca. 70-90 min für die Zubereitung eingeplant werden.
  • Für Kartoffelpüree brauchen wir ca. 1 h (Einfrieren ist hier gar keine gute Idee!).
  • Die Sauce ergibt sich aus dem Roastbeef.
  • … und dann der Orangen-Schokoladen-Käsekuchen: für das Abendessen habe ich die Variante mit der dicken Cheesecake-Schicht gebacken – schätzungsweise ca. 90 min insgesamt.

Natürlich kann man morgens früh mit den Vorbereitungen für das Abendessen beginnen – mal angenommen, man hat nichts anderes vor wie “ins Büro gehen”, Einkaufen, Termin beim Frisör… oder man versucht, die Koch- & Back-Aktion zu optimieren.
Wenn ihr am Vortag nicht zu spät aus dem Büro nach Hause kommt, könnt ihr am Spätnachmittag mit dem Roastbeef anfangen: zur Erinnerung – da gibt es nicht mehr soviel zu tun, wenn das Fleisch erst einmal im Slow Cooker liegt & gart. Parallel dazu können wir uns an das Kartoffelpüree wagen:

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Das fertige Kartoffelpüree einfach in die vorgesehene Servierschüssel füllen & ruhen lassen: es kann in der Mikrowelle am nächsten Tag ohne Qualitätsverlust erwärmt werden.

Danach könnt ihr noch mit dem Dessert beginnen, wenn ihr möchtet. Die Vorbereitungen für den Käsekuchen brauchen nur 30 min; danach arbeitet der Backofen:

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Wenn ihr den Käsekuchen aus dem Backofen holt, ist er noch recht hoch, aber 10 min später ist er schon etwas zusammengefallen – das ist soweit ok. Der Käsekuchen kann langsam über Nacht auskühlen – und ist fertig: eine zusätzliche Dekoration ist nicht geplant.

Am nächsten Tag kann man sich am Nachmittag mit dem gebackenen Kürbis beschäftigen – so habe ich es gemacht, da ich kein eingefrorenes Kürbisgemüse mehr hatte:

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Die Zubereitung ist einfach: Die Kerne des Hokkaido-Kürbis müssen entfernt & der Kürbis muss in mundgerechte Stücke zerkleinert werden – ein Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden. Die Kürbis-Stückchen mit Olivenöl, Balsamico, Salz, Pfeffer, gewürfeltem Apfel & fein geschnittenem Speck vermengen & im Backofen für 30-40 min backen – je nachdem, wie weich der Kürbis werden soll.

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Wenn dies alles erledigt ist, dann kann das Roastbeef in die Servierschale umgeschichtet & die Sauce zubereitet werden. Der Backofen ist noch warm, so dass das Fleisch & der Rotkohl zusammen mit dem Kürbisgemüse darin aufbewahrt werden können. Der Rotkohl sollte nicht mehr gefroren sein – ab in die Mikrowelle, wenn er noch aufgetaut werden muss. Die Sauce & das Kartoffelpüree können danach schon einmal in der Mikrowelle geparkt werden.

Jetzt können wir erst einmal entspannen, den Tisch decken & uns schön machen – wir können die Gäste begrüßen, einen Aperitif nehmen… Später dann – ca. 20 min vor dem geplanten Abendessen – heizen wir den Backofen noch einmal auf: das Gemüse noch einmal gut umrühren & das Fleisch ggf. abdecken, damit es nicht austrocknet. Die Mikrowelle starten: Wenn die Mikrowelle nicht groß genug ist, um Sauce & Kartoffelpüree zusammen zu erhitzen, dann fangt mit dem Kartoffelpüree an, da es länger braucht; auch hier das Umrühren nicht vergessen.

 

Mein Slow Cooker-Test war erfolgreich: ich habe ein handliches & Arbeitszeit-sparendes neues Küchengerät entdeckt, speziell wenn eine größere Menge Fleisch für ein Essen mit 4 oder 6 Personen zuzubereiten ist. Andererseits ist das Fleisch natürlich sehr weich & immer “well done”, d. h. es ist nicht der klassische Braten aus dem Backofen, der gezielt gegart auch “rare” (aka “englisch” oder “blutig”), “medium rare”, “medium” sein kann…

Ich habe dieses Mal eine BBQ-Sauce zum Würzen benutzt: man kann aber auch andere Würzsaucen nehmen oder Zwiebeln, Möhren, Bohnen, Paprika, beliebige Fonds oder was-auch-immer hinzugeben. Zum Schluss hat man immer eine leckere, intensive Basis für eine Sauce.

Die Kombination der herzhaften Gemüseauswahl mit dem eher milden Kartoffelpüree – ja: natürlich kann man auch Kartoffelpüree herzhaft würzen – und einer kräftigen Sauce & dem Fleisch mit BBQ-Aroma passt sehr gut in die kalte Jahreszeit – ein Rotwein gehört zum Essen dazu. Das Dessert – der Käsekuchen mit intensivem Orangenaroma – ist zusammen mit einem Kaffee oder Espresso ein herrlicher Abschuss.

Für’s Protokoll:
Ich tendiere immer dazu, etwas mehr Essen als eigentlich notwendig zuzubereiten – einmal weil – Daumenregel – der Arbeitsaufwand der gleiche ist und andererseits weil ich gerne am nächsten Tag ein paar “Reste” habe (man muss das dann nur erwärmen!).

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich 

Bitte tut jetzt nur nicht so, als wenn das nicht viel Arbeit wäre! Aber es scheint zumindest keine unüberwindbaren Schwierigkeiten beim Einkaufen der Zutaten oder der Zubereitung zu geben. Ich denke, wenn ich mich an die Zeittafel & den vorgeschlagenen Ablauf halte, kann ich leicht ein Abendessen für 4, aber auch 6 Personen – wenn ich die Mengen anpasse – zubereiten: der Kuchen bleibt in jedem Fall! Wenn ich das Gemüse nur auftauen muss – mal angenommen, ich war vorher ein hart-arbeitendes Küchenmädchen – ist  das Timing noch vielversprechender.

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