…wie aus klassischer quiche fingerfood wird!

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Es gibt einmal klassiche Quiche… aber wir versuchen jetzt mal eine neue Variante – genauso saftig & herzhaft!

 

 

Manchmal brauchen wir eine leckere Kleinigkeit für Freunden oder Familie, die uns am Spätnachmittag besuchen (auch bekannt als “Aperitivo” – ein Brauch aus Italien, der sich aber inzwischen wohl weltweit verbreitet hat & (zumindest für mich) meist zu Hause stattfindet). Eine leckere Kleinigkeit: wir sprechen also von Fingerfood & von einer soliden Grundlage für Wein & Longdrinks & Cocktails (wenn ihr ernsthaft darüber nachdenkt, in das Cocktail-Geschäft einzusteigen…).

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Quiche gehört zu meinen Lieblingen für Brunch oder Buffets, aber es passt nicht recht zum Aperitivo. Also beschloss ich, eine ganz flache Quiche zu backen, die in kleine Häppchen geschnitten werden kann… die Gäste können sich selbst bedienen (alles, was nötig ist, sind viele Papierservietten mit exotischen/sexy/bunten/komischen/… Motiven.)

 

Für’s Protokoll:
Wir beschäftigen uns hier nicht mit Pizza!

 

Also – was brauchen wir?

Ich ging erst einmal den Weg des geringsten Widerstands & wandte erfolgreich das Prinzip der Aufwandsminimierung an, um Zeitverlust & mögliche Back-Desaster zu verhindern, d. h. ich griff zu einem Fertigteig. Ihr müsst in diesem Fall nur die Mehlmischung & warmes Wasser mit einem elektrischen Handrührgerät verkneten & mit einem Nudelholz ausrollen – so dünn wie möglich. Der Teigfladen sollte auf ein Backblech passen (wird aber eher eine runde oder elliptische Form haben – macht nichts: der Teig muss nicht bis in die Ecken ausgerollt werden). Danach müsst ihr nur noch einen kleinen Rand formen, um zu verhindern, dass die Quiche-Füllung auf das Backblech fließt.

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Für die Füllung brauchen wir:

  • getrocknete Tomaten in Olivenöl
  • Eier
  • Crème Fraîche
  • Frühlingszwiebelen
  • frische Basilikumblätter
  • geriebener Greyerzer Käse.

Schritt #1: die Frühlingszwiebeln & die getrockneten Tomaten kleinschneiden & auf dem Quiche-Boden gleichmäßig verteilen. (Bevor ihr die getrockneten Tomaten schneidet, presst die Tomaten in Küchenpapier aus, um überschüssiges Öl aufzusaugen.)

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Schritt #2: den Greyerzer reiben & gleichmäßig über den Quiche-Boden verteilen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, Greyerzer selbst kurz vorher zu reiben – einmal weil es im Supermarkt eures Vertrauens wahrscheinlich keinen geriebenen Greyerzer gibt & weil es ganz einfach ist & nicht viel Zeit braucht. Ich empfehle Greyerzer wegen seines kräftigen Geschmacks für die Quiche-Füllung.

Schneidet danach die Basilikumblätter so fein wie möglich & verteilt… – ich glaube, inzwischen wisst ihr es.

Danach verquirlt mit einem Schneebesen Eier & Crème Fraîche & gießt den Mix vorsichtig über den Quiche-Boden – lasst nichts aufs Backblech laufen.

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Der vorgeheizte Backofen… Ich hoffe, ihr habt nicht vergessen, den Backofen anzuwerfen, nachdem ihr den Quiche-Teig ausgerollt habt. Es ist wirklich wichtig, einen heißen Backofen zu haben – wenn doch ein wenig Quiche-Füllung daneben geflossen ist, wird die flüssige Füllung durch die hohe Temperatur sehr schnell fest…

… Voilà: etwa eine knappe halbe Stunde später ist unsere Fingerfoot-Quiche fertig!

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Die “Quiche” kühlt recht schnell ab. Die krummen Kanten können abgeschnitten werden – sie können… esst sie einfach – ich bin sicher, dass euch eure bessere Hälfte gern dabei hilft!
Danach wird der rechteckige “Quiche” in mundgerechte Happen geschnitten.

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...wie aus klassischer quiche fingerfood wird!

Prep Time: 30 minutes

Cook Time: 25 minutes

Servings: 40 Fingerfood-Häppchen

...wie aus klassischer quiche fingerfood wird!

Es gibt einmal klassiche Quiche... aber wir versuchen jetzt mal eine neue Variante - genauso saftig & herzhaft!

Ingredients

  • 1 Fertigteig für Quiche
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 100 gr getrocknete Tomaten in Olivenöl
  • 100 gr geriebener Greyerzer
  • 3-4 Blätter Basilikum
  • 150 gr Crème Fraiche (30%)
  • 3 Eier
  • Salz & Pfeffer
  • Eqipment:
  • ein Handrührgerät
  • ein Backblech (35 x 40 cm)

How to...

  1. Den Quick-Teig nach Anleitung mit warmem Wasser verkneten & mit einem Nudelholz ausrollen.
  2. Ein Backblech mit Backpapier auslegen & den Quiche-Teig darauf legen.
  3. Den Quiche-Teig noch einmal ausrollen - so dünn wie möglich.
  4. Einen kleinen Rand formen, um das Auslaufen der Quiche-Füllung zu verhindern.
  5. Den Backofen vorheizen: 170 Grad C Umluft.
  6. Die Frühlingszwiebeln kleinschneiden.
  7. Die getrockneten Tomaten in Küchenpapier ausdrücken, um überschüssiges Öl zu entfernen, & ebenfalls kleinschneiden.
  8. Den Greyerzer reiben.
  9. Die Basilikumblätter kleinschneiden.
  10. Eier & Crème Fraiche mit einem Schneebesen verquirlen & salzen & pfeffern.
  11. Die Frühlingszwiebeln, die Tomaten, den Greyerzer & das Basilikum auf dem Quiche-Boden gleichmäßig verteilen.
  12. Die Eier-Crème Fraiche-Mischung vorsichtig darüber gießen.
  13. Das Backblech für 25 min in den vorgeheizten Backofen schieben.
  14. Danach die Quiche etwas abkühlen lassen (damit ihr euch nicht beim Zerteilen die Finger verbrennt).
  15. Die unebenen Ränder abschneiden.
  16. Die Quiche in quadratische Häppchen teilen.

Notes

Quiche-Fertigteig: Ich nutze einen Fertigteig, der aus einer Mischung von Mehl & Trockenhefe besteht - keine weiteren Bestandteile wie Gewürze, getrocknetes Gemüse etc. Alles, was zu tun ist, besteht darin, die Mehlmischung & warmes Wasser mit einem Handrührgerät zu verkneten. Wenn der Teig ausgerollt wird, ist noch etwas Mehl für die Arbeitsfläche notwendig, um zu verhindern, dass der Teig anklebt. Der Teig reicht für eine klassische Quiche (Springform mit 28 cm Durchmesser). Ich habe keine Erfahrung mit gefrorenem Quiche-Teig oder anderen Varianten, die "fertig" aus dem Kühlregal im Supermarkt eures Vertrauens kommen.

Getrocknete Tomaten: Die Tomatenscheiben in Küchenpapier einwickeln & ausdrücken. Das Öl kommt durch das Papier hindurch... Die Tomatenstückchen für die Quiche sollten nicht zu ölig sein!

Greyerzer: Kauft in jedem Fall etwas mehr als 100 gr. Da ist i. d. R. die (nicht gerade dünne) Rinde... & ihr braucht auch etwas Platz, um den Käse beim Reiben festzuhalten.

Salz: Ihr könnt Salz mit getrockneten mediterranen Kräutern gemacht benutzen (falls vorhanden).

Wenn ihr denkt, dass ihr mehr als 40 Häppchen braucht, nehmt einfach 2 Backbleche, verdoppelt alle Zutaten & los! Ein Umluft-Backofen kommt mit beiden Backblechen gleichzeitig klar!

Aufbewahren? Da habe ich keine Erfahrung mit... (es ist nie etwas übrig geblieben!)

http://thebusinesswomanskitchen.de/quiche-haeppchen-wie-aus-einer-klassischen-quiche-fingerfood-wird/

 

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Ihr könnt die Fingerfood-Häppchen auf Tellern arrangieren, bevor ihr sie serviert. Wenn ihr die Häppchen schneidet, achtet darauf, dass sie nicht zu groß werden – jeder eurer Gäste sollte die Chance haben, ein Häppchen mit einem Bissen zu erledigen.

Die Häppchen schmecken am besten bei Zimmertemperatur – denkt also auch daran, sie mind. 30 min vor dem Servieren aus dem Kühlschrank zu nehmen.

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Die Häppchen sind herzhaft & sie sollen auch herzhaft sein! Aus diesem Grund nehmt getrocknete Tomaten & Greyerzer. Ich halte in diesem Fall nichts von Mozzarella oder Gouda oder Emmentaler. Denkt immer daran, dass eure Gäste Wein & Longdrinks trinken werden & dazu einen kräftigen Begleiter brauchen… & übrigens: keine Kalorienreduzierung(!) – erinnert euch einfach an die “solide Grundlage”…

 

Die Businesswoman mit zu vielen Bürostunden denkt sich so

Das ist einmal eine Alternative zu Kartoffelchips & Cracker oder die ewig krümelnden Käsestangen – um garnicht erst von Kleinigkeiten vom griechisch-türkischen Sonderstand zu reden, für die man immer kleine Tellerchen & Gabeln etc. braucht & bei denen man immer Gefahr läuft, dass Öl auf die Kleidung tröpfelt. Ganz im Vertrauen: Ich hasse es, wenn es Brotstücken mit Dips gibt & die Dips keine Dips sind, sondern eher Saucen!

Dieses Fingerfood kostet mich insgesamt vielleicht 1 Stunde (incl. Aufräumen & Spülen…). Ich stelle mir vor, dass ich es morgens backe, im Kühlschrank aufbewahre & wieder auf Zimmertemperatur kommen lasse, bevor ich es serviere. Es ist auch nicht schlecht, gleich 2 Backbleche zu machen: eines mit Tomate & das 2. mit … Schinken?!

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