über den wok & pak choi mit shrimps

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November 2015:
Das ist eines der ersten Gerichte, die ich dokumentiert & veröffentlicht habe. Ich habe im Juli 2015 daran gearbeitet & den Beitrag später – im August – in der β-Version meines Food Blogs publiziert. Heute – nach einer Überarbeitung & Re-Organisation des Food Blogs – gibt es eine neue, angepasste Version der ursprünglichen Beiträge (nur 3!).

 
Ich liebe Wok-Gerichte: sie sind ideal, wenn man schnell für 2 Personen etwas Leckeres zubereiten möchte. Bei 3-4 Personen: naja  –  geht auch, aber der Wok kann nicht unbegrenzt mit Gemüse & Fleisch/Fisch gefüllt werden. Andererseits kann man live vor den Gästen kochen.

Für ein Abendessen mit mehr als 4 Personen bedeutet ein Wok-Gericht, dass man längere Zeit am Herd verbringen muss, um in mehreren Schichten zu kochen: Darauf sollte man lieber verzichten, denn es mindert die Zeit, die man mit seinen Gästen verbringen kann & den Spaß, den man dabei hat.

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Meinen 1. Wok habe ich in den 80er Jahren in meine Küche getragen: es war ein solider, großer Stahl-Wok, der sehr schwer war & regelmäßig eingeölt werden musste, da er immer leicht “metallisch” roch – kurz: ein Basis-Wok direkt aus China (ohne Konkurrenz durch einheimische Produkte)! In den folgenden Jahren haben wir viel mit chinesischen Gerichten herumexperimentiert – kurz: wir liebten die chinesische Schnell-Küche.

Später – zu Beginn des nächsten Jahrtausends – war die Zeit gekommen, einen neuen Wok zu beschaffen: dieses Mal kaufte ich das glänzende Edelstahl-Designer-Modell eines etablierten Herstellers von Töpfen, Pfannen etc.: etwas kleiner, nicht ganz so schwer, aber mit Kupferboden. Dieser Wok ist hervorragend für 2-Personen-Mahlzeiten geeignet & sogar ausreichend für 4-Personen-Mahlzeiten. Er ist seitdem in meiner Küche fleissig bei der Arbeit.

Was macht man denn nun mit einem Wok?

Ein Wok kann – erst einmal – auf einer elektrischen Herdplatte genauso genutzt werden wie mit Gasflammen – zu Induktionsplatten kann ich leider nichts sagen. Meine Erfahrung beruht nur auf Elektroöfen: Hier wird die Herdplatte unter dem Wok auf die höchste Stufe geschaltet – was auch für alle anderen Herdtypen gelten sollte (denke ich).

In den Wok wird soviel Öl gefüllt, dass der Boden ca. 1 mm bedeckt ist. Dann wartet man, bis das Öl heiß ist – aber vorsichtig: das Öl darf nicht rauchen!

Jetzt ist der Moment gekommen, um Gemüse in den Wok zu schmeissen & mit dem “Rühren” (auch bekannt als “Pfannenrühren”!) zu beginnen. Ein paar Minuten später kommen Fleisch oder Fisch oder Krabben dazu. Immer weiterführen. Heftig herumrühren. Etwas Flüssigkeit wie Wein, Sojasauce (oder eine andere asiatische Würzsauce), Wasser oder was immer das Rezept empfiehlt hineingießen. Weiterhin heftig herumrühren. Nach mehr Gemüse reinwerfen. Weiterführen – ja: heftig rühren! Zum Schluss kommt ein Schuß dunkles Sesamöl hinein (meine persönliche Empfehlung).

Alles klar? Wenn der Wok einmal erhitzt wurde, läuft alles danach blitzschnell ab – daher müssen alle Zutaten im voraus vorbereitet werden, d. h. Gemüse putzen & kleinschneiden, Fleisch oder Fisch kleinschneiden, alle Gewürze & sonstige Flüssigkeiten bereitstellen: erst danach kann die Herdplatte angeworfen werden.

Worauf man achten sollte:

  • Das Öl muss für hohe Temperaturen geeignet sein.
    Ich nutze hier Erdnussöl.
  • Als Ersatz nutze ich ein aromatisiertes Erdnussöl – genannt “Asia Öl” – in dem Zitronengras, Chili, Koriander, Ingwer & Pfeffer enthalten sind: sehr aromatisch, aber nicht scharf.
    (Ich kaufe “Asia Öl” als Fertigprodukt, aber man kann auch mit neutralem Erdnussöl starten & die Zutaten direkt in den Wok geben.
    … und natürlich habe ich schon versucht, “Asia Öl” selbst auf Vorrat für Wok Gerichte herzustellen, was zu einem meiner Misserfolge wurde…)

Worauf man außerdem achten sollte:

  • Wenn ich auf meine Art Wok-Gerichte zubereite, beginne ich im Wok & finalisiere ich im Wok & zwischendurch wird nichts umgefüllt & beiseite gestellt & erneut in den Wok gefüllt: es ist eine reine Wok-Aktion.

… und das ist nich eine Sache:

  • Ich pflege die Sauce von Wok-Gerichten nicht anzudicken (mit Mehl, Maisstärke oder was auch immer)!
    Meine Wok-Gerichte ähneln daher nicht den Standard-China-Restaurant-Gerichten mit cremigen, klebrigen Saucen, die alles umhüllen – was durchaus lecker sein kann…
    Wie gehe ich vor? Ich nutze Flüssigkeiten wie Wein, Wasser, Soja-Sauce etc. – manchmal durchaus viel davon, die jedoch sehr schnell im Wok verdampfen. Bei Umrühren muss man auf den Flüssigkeitsstand achten: wenn die Flüssigkeit fast verdampft ist, ist das Gericht fertig & die noch vorhandene Flüssigkeit wird kurz darauf vom Reis auf dem Teller aufgesaugt.

 

Nun sollten wir die große Herausforderung von Wok-Gerichten kurz ansprechen:
Was ist, wenn kein Wok vorhanden ist?
Wer eine etwas höhere Pfanne (mit ca. 6-7 cm hohem Rand) besitzt, kann diese nutzen, um Wok-Gerichte für 2 Personen zu kreieren – aber auf die Ölmenge achten! … und darauf, dass zu heftiges Umrühren leicht dazu führen kann, dass Gemüse & Fleisch oder Fisch auf der Herdplatte landen (muss später gründlich gereinigt werden). Bitte auch daran denken, dass der Boden einer Pfanne größer ist als der Boden eines Wok, so dass die “heiße Oberfläche” mehr Gemüse & Fleisch/Fisch/Krabben erfasst.
Also: eine hohe Pfanne ist ein Ersatz, aber besser ist ein Wok – speziell, wenn man chinesische Küche liebt & häufig kocht!

 

Nun endlich zu unserem heutigen Wok-Gericht!

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Es besteht aus 2 Hauptzutaten:

  • Pak Choi
    (auch: Bok Choy, Bok Choi, Pak Choy – habe ich jetzt alle Schreibweisen?)
  • Shrimps
    (Hiermit bezeichne ich alles, was auch als Krabben, Garnelen, Riesen-Garnelen, Königsgarnelen, Pazifik-Krabben, Pazifik-Garnelen, Eismet-Garnelen, Shrimps, Prawns, Crabs, Tiger-Prawns, Giant-Prawns & was auch immer, angeboten wird.)

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Ich habe tiefgefrorene Shrimps benutzt. Die Shrimps sollten langsam aufgetaut werden. Wenn sie aufgetaut sind, sollten sie abgetrocknet werden: danach kommt die Prüfung…  Wenn die Shrimps nicht ordentlich geputzt wurden, d. h. der Darm nicht entfernt wurde, so muss hier unbedingt nachgearbeitet werden – eine lästige, zeitraubende Aktivität – (Achtung: Je teurer die Shrimps, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass alles ok ist (Erfahrung!)).

Im übrigen: Ich nutze selten frische Shrimps, das dann die Schale gepellt werden muss – die meisten Gäste finden das nicht so gut!

Der Pak Choi sollte in kleine Stücke geteilt werden: erst danach (!) waschen. Ein Abtrocknen ist nicht notwendig. Den Strunk in jedem Fall abschneiden.

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Was muss noch vorbereitet werden?

Hier haben wir noch:

  • Knoblauch,
  • Frühlingszwiebeln &
  • Ingwer:

Alles in kleine Stücke schneiden. (Ich nenne dies von nun an “Gewürze”!)

Damit können wir den Wok starten:

  • eine Schüssel mit den “Gewürzen”
    (Ja: auf dem Bild sind auch Chileschoten… wer es schärfer mag, kann gern getrocknete Chileschoten zerbröseln oder frische Chileschoten kleinschneiden & unter die “Gewürze” mischen)
  • eine Schüssel mit den vorbereiteten Shrimps
  • eine Schüssel mit dem zerkleinerten Pak Choiund
  • eine Schüssel gekochten Reis…
    (zum “Reiskochen” komme ich demnächst in diesem Food Blog!).

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Wir fangen und damit an, das Öl im Wok zu erhitzen. Nach & nach kommt alles in den Wok & wird vermischt & immer wieder umgerührt. Als Grundlage benutze ich das Asia-Öl, das ich schon erwähnt habe, aber man kann auch Erdnussöl nehmen & Zitronengras, Koriander, Chili, Ingwer & Pfeffer hinzugeben…

…und nicht vergessen, parallel zum Pfannenrühren im Wok den gekochten Reis in der Mikrowelle zu erhitzen.

 

Über den Wok & Pak Choi mit Shrimps

Prep Time: 30 minutes

Cook Time: 10 minutes

2 Personen

Über den Wok & Pak Choi mit Shrimps

Ein schnelles Abendessen für 2!

Ingredients

  • 300 gr gefrorene Shrimps (bereits gekocht)
  • 300 gr Pak Choi (geputzt)
  • Frische "Gewürze":
  • 2 Knoblauchzehen (oder mehr, wenn man Knoblauch mag)
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 50 gr frischer Ingwer (ca. 1 Eßl. fertig zerkleinerter Ingwer)
  • 1-2 Chileschoten (optional - wenn man es scharf mag)
  • Öl & Gewürze:
  • ca. 3 El. aromatisiertes Asia Öl
  • 1 gestrichener Teel. 5-Gewürze-Pulver
  • ca. 1-2 El. dunkles Sesamöl
  • ca. 3 El. helle chinesische Sojasauce
  • Side Dish:
  • gekochter Reis für 2 Personen
  • Kitchen Equipment:
  • ein Wok (empfohlen) oder eine tiefe Pfanne

How to...

  1. Die Shrimps auftauen, trocknen & putzen (wenn notwendig).
  2. Den Pak Choi zerkleinern, waschen & in mundgerechte Stücke teilen.
  3. Knoblauch, Frühlingszwiebeln & Ingwer vorbereiten (optional: Chileschoten).
  4. Den gekochten Reis in die Mikrowelle stellen & erhitzen.
  5. Den Boden des Wok mit Asia-Öl dünn bedecken & erhitzen.
  6. Die "frischen" Gewürze im Wok für 3-4 min anbraten & dauernd umrühren.
  7. Das 5-Gewürze-Pulver & die helle Sojasauce hinzufügen.
  8. Die Shrimps in den Wok geben, 4-5 min braten & ständig umrühren. Wenn es zu trocken wird, ca. 3-4 Eßl. Wasser hinzugeben.
  9. Zum Schluss den Pak Choi hinzugeben & wieder rühren. Der Pak Choi ist fertig, wenn die grünen Blätter zu schrumpfen beginnen; die weißen Stiele sind dann noch schön knackig.
  10. In diesem Moment 1-2 Eßl. dunkles Sesamöl hinzugeben & noch einmal kräftig für ca. 1 min umrühren.
  11. Das Gericht muss sofort serviert werden: 2 Teller nehmen, den Reis verteilen & darüber den Inhalt des Wok verteilen.

Notes

"Prep Time": ohne Auftauzeit & (ungeplante) zusätzliche Reinigung der Shrimps.

Für 4 Personen können die Zutaten einfach verdoppelt werden - Ausnahme: die Menge Asia Öl! Die "Cook Time" wird ca. 15 min betragen.

http://thebusinesswomanskitchen.de/pak-choi-mit-krabben/

 

Frischer Ingwer kann im Kühlschrank länger (3-4 Wochen) aufbewahrt werden: die trockenen Flächen einfach abschneiden. Frischer Knoblauch kann auch sehr gut eine Weile in der Küche überleben. Man kann also alle notwendigen “Gewürze” auf Vorrat haben & in div. Wok-Gerichten (oder anderswo) nutzen.
Ist euch die Gabel aufgefallen? Überrascht? JA: natürlich kann man auch Eßstäbchen benutzen. Dann müssen aber auch kleine Porzellanschalen & klebriger Reis vorhanden sein. Man kann das Gericht dann nicht auf dem Teller servieren, sondern jeder muss sich selbst bedienen & sein Schälchen immer wieder nachfüllen.

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich so

Ich bin begeistert – ich kann mir durchaus vorstellen, dieses Wok-Kochen für uns beide abends mal eben zu machen – obwohl ich natürlich auch einfach beim Chinesen bestellen könnte: eine Back-up-Lösung! Es werden kaum Küchengeräte genutzt – also wird sich Verschmutzung der Küche in Grenzen halten – auch ein Pluspunkt!

 

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