orangen-schokoladen-käsekuchen – durch dick & dünn!

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Apfelsinen & Schokolade gehören für mich zum Winter & passen zu einem saftigen, aber festen Kuchen für Desserts & zum Kaffee!

 

 
Wir gehen inzwischen ganz schnell auf Weihnachten zu, aber dieses Jahr habe ich aufgrund Zeitmangel bisher noch keine Weihnacht-Back-Orgien in Angriff genommen. Natürlich gab es schon ein paar Vorweihnachtsessen: ich habe also über ein winterliches Dessert nachgedacht. Nun, ich liebe Kuchen als Dessert – also habe ich in meinem Archiv gewühlt.

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Ich machte mich danach an die Arbeit, um einen Kuchen mit Apfelsinen-Aroma & Schokolade abgerundet durch eine Schicht Käsekuchen (ok: das nenne ich ab jetzt “Cheesecake”), um den Kuchen feucht zu machen, in einem Arbeitsgang herzustellen. Zum Schluss hatte ich 2 verschiedene Versionen des Kuchen – jede lecker, aber mit Vor- & Nachteilen: ich beschloss, euch nichts vorzuenthalten.

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Wie fangen wir an?
(Ich überschlage jetzt mal den Teil, wo ich die gefundenen Rezepte an meine Kuchenidee angepasst habe – speziell den Teil der Rumrechnerei, um die Menge der Zutaten für meine Kuchenform zu ermitteln.)

So… die Küchengerätschaften müssen aktiviert werden:

  • Den Backofen vorheizen (160 °C mit Umluft).
    (Ihr erinnert euch, was ich auf meiner Seite 101 gesagt habe:
    160 °C Umluft entsprechen ca. 180 °C ohne Umluft ⇔ 325 °F Umluft bzw. 360 °F ohne Umluft.)
  • Eine Springform von 25 cm Durchmesser mit Butter einfetten & dann 2-3 Eßl. feines Paniermehl hineingeben & schütteln, bis alles mit dem Paniermehl bedeckt ist.

Da wir gerade dabei sind:
Diese Butter-Paniermehl-Methode wende ich (fast) immer an, wenn ich Springformen, Kastenformen, Königskuchenformen und was-es-sonst-so noch-alles-gibt zum Backen vorbereite.

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Beginnen wir damit Mehl & Backpulver zu vermischen (ohne Photo!); anschließend Butter & Zucker (Achtung: verschiedene Sorten!) & die Eier verquirlen – und jetzt nicht die Gewürze vergessen!
Alles wird anschließend zu einem recht festen, zähfließenden Teig verarbeitet. Zum Schluss kommen die Schokoladensplitter hinzu.

Für die Cheesecake-Masse werden Creamcheese, Eier, Zucker & Gewürze mit dem Handmixer verrührt, wobei eine ziemlich flüssige Crememasse entsteht.

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Danach wird der zähfließende Teig in die Springform gefüllt; am besten mit den Fingern so gleichmäßig wie möglich verteilen. Die Crememasse wird über gegossen & mit Schokoladensplittern bestreut… danach sofort für 40 min in den vorgeheizten Backofen.
Nach 40 min müsst ihr mit einem Holzspießchen den Kuchen testen. Wenn das Holzspießchen “sauber” bleibt, ist der Kuchen fertig; wenn nicht, dann nich weitere 5 min backen & erneue testen… und vielleicht noch einmal… nach spätestens 50 min sollte der Kuchen durchgebacken sein!

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Den Kuchen aus dem Ofen nehmen & abkühlen lassen. Zuerst sieht der Kuchen recht locker aus, aber er sinkt ganz schnell in sich zusammen – spielt keine Rolle, ist so in Ordnung – einfach ruhen lassen! Nach ein paar Minuten – wenn es möglich ist, die Spange der Springform anzufassen – die Form vorsichtig öffnen (vielleicht besser vorher mit einem Messer den Kuchen vom Rand lösen).

Unser Orangen-Schokoladen-Käsekuchen ist jetzt fertig – wir haben es geschafft!

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Was hat es jetzt mit den beiden Kuchenversionen auf sich?

Zuerst einmal: Der gesamte Zubereitungsprozess ist für beide Versionen der gleiche – es gibt keine Abweichungen.

Kommen wir zum Unterschied:

  • Beim 1. Versuch erhielt ich einen Kuchen mit viel “Kuchen” & einer dünnen Schicht Cheesecake,
  • Beim 2. Versuch war die Kuchenschicht dünner & die Schicht Cheesecake war fast genauso hoch.

Beide Varianten waren angenehm saftig & ein wenig cremig-weich: ganz ehrlich, ich mochte beide!
(Meine bessere Hälfte bevorzugte allerdings die 2. Version.)

Die Photos zeigen beide Ergebnisse, so dass ihr eine Vorstellung davon bekommt:

 

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Im folgenden Rezept findet ihr beide Varianten des Kuchens.

 

Orangen-Schokoladen-Käsekuchen – durch dick & dünn!

Prep Time: 30 minutes

Cook Time: 50 minutes

Servings: 12-16

Orangen-Schokoladen-Käsekuchen  –  durch dick & dünn!

Apfelsinen & Schokolade gehören für mich zum Winter & passen zu einem saftigen, aber festen Kuchen für Desserts & zum Kaffee!

Dieses Rezept deckt beide Versionen ab.

Ingredients

    Kuchen mit einer dünnen Schicht Cheesecake
    für den Teig:
  • 250 gr Mehl Type 505
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 125 gr Butter
  • 100 gr brauner Zucker
  • 100 gr feiner weißer Zucker
  • eine Messerspitze Salz
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 2 Esslöffel) oder 1 Vanilleschote
  • 1-2 Päckchen gezuckerte Orangenschale oder der Abrieb von 1-2 Bio-Orangen
  • 100 gr Schokoladensplitter
  • für die Creamcheese-Schicht:
  • 200 gr Creamcheese
  • 100 gr feiner weißer Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 2 Esslöffel) oder 1 Vanilleschote
  • 1-2 Päckchen gezuckerte Orangenschale oder der Abrieb von 1-2 Bio-Orangen
  • Kuchen mit einer dicken Schicht Cheesecake
    für den Teig:
  • 200 gr Mehl Type 505
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 100 gr Butter
  • 75 gr brauner Zucker
  • 75 gr feiner weißer Zucker
  • eine Messerspitze Salz
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 2 Esslöffel) oder 1 Vanilleschote
  • 1-2 Päckchen gezuckerte Orangenschale oder der Abrieb von 1-2 Bio-Orangen
  • 100 gr Schokoladensplitter
  • für die Creamcheese-Schicht:
  • 400 gr Creamcheese
  • 125 gr feiner weißer Zucker
  • 4 Eier
  • 2 Päckchen Vanillezucker (ca. 2 Esslöffel) oder 1 Vanilleschote
  • 1-2 Päckchen gezuckerte Orangenschale oder der Abrieb von 1-2 Bio-Orangen
  • für beide Versionen:
  • etwas Butter für die Springform
  • ca. 2 Esslöffel feines Paniermehl
  • Küchengeräte:
  • eine 25 cm-Springform

How to...

  1. Den Backofen auf 160 Grad C Umluft vorheizen.
  2. Die Springform mit Butter einreiben.
  3. Das feine Paniermehl in der Springform durch Schütteln verteilen.
  4. Mehl & Backpulver vermischen & beiseite stellen.
  5. Braunen Zucker & weißen Zucker vermischen & mit einem elektrischen Handmixer (oder was sonst zur Verfügung steht) mit der Butter zu einem weichen Teig verarbeiten.
  6. Die Eier hinzufügen.
  7. Etwas Salz hinzugeben.
  8. Vanillezucker hinzufügen (oder die Vanilleschote auskratzen).
  9. Orangenschale hinzugeben (oder den Abrieb der Bio-Orangen erzeugen).
  10. Alles gut verrühren & anschließend mit dem Mehl vermischen.
  11. 3/4 der Schokoladensplitter hinzugeben & unter den Teig rühren.
  12. Den Teig in die Springform füllen & die Oberfläche glätten.
  13. Für die Creamcheese-Masse den Creamcheese, die Eier, den Zucker, die Vanille (s. o.) & die Orangenschale (s. o.) zusammenmixen.
  14. Mit einem elektrischen Handmixer auf höchste Stufe verquirlen.
  15. Die Crememasse über den Teig gießen.
  16. Den Rest der Schokoladensplitter darüber verteilen.
  17. Die Springform sofort in den Backofen stellen & ca. 40 min backen lassen.
  18. Den berühmten Test mit dem hölzernen Spießchen machen. Wenn das Holzspießchen "sauber" ist, ist der Kuchen fertig; wenn nicht, noch einmal 5 min backen lassen & den Test wiederholen etc. (max. 50 min backen lassen).
  19. Den Kuchen abkühlen lassen & vorsichtig aus der Form lösen.

Notes

Man kann 1 Päckchen gezuckerte Orangenschale bzw. 1 Bio-Orange nutzen & erhält ein relativ zartes Orangenaroma. Wenn man die doppelte Menge nutzt, ist das Orangenarome viel intensiver - entscheidet selbst, wie ihr es haben wollt.

Ich benutze immer Zartbitter-Schokolade.

Wenn die Creamcheese-Packung etwas mehr oder weniger (rund 10%) der vorgegebenen Menge im Rezept enthält, spielt das keine Rolle.

Der Kuchen kann eingefroren werden. Ich empfehle, einzelne Kuchenstücke einzufrieren; diese sind leichter zu verpacken & es ist leichter genau die Menge Kuchenstückchen wieder aufzutauen, die man braucht (nicht dass bei unserem Dinner, als wir den Kuchen als Dessert hatten, viel übrig geblieben wäre...). Zum Auftauen kann der Kuchen im Kühlschrank oder auf der Arbeitsplatte gelagert werden.

http://thebusinesswomanskitchen.de/orangen-schokoladen-kaesekuchen-durch-dick-duenn/

 

Als ich die flüssige Creamcheese-Masse zum 1. Mal in die Springform gegossen habe, war ich im Zweifel, ob die Springform die Flüssigkeit halten würde – also keine Katastrophe im Backofen. Ich hatte zwar schon eine Springform genommen, deren Boden eine Schale bildet, aber man weiß ja nie… Nichts Schlimmes ist passiert! Ich denke, dass die Flüssigkeit etwas in den Teig eingedrungen ist & danach sofort im heißen Ofen fest wurde.
… und das hat für beide Versionen geklappt!

Im Rezept habe ich festgehalten, dass man sowohl “gezuckerte Orangenschale” als auch den “Abrieb einer Bio-Orange” nutzen kann. Als ich die Kuchen gebacken habe, habe ich die fertige Mischung genutzt; aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass ein Austausch immer möglich ist & funktioniert. “Abrieb einer Bio-Orange” ist nur einsetzbar, wenn es Bio-Orangen gibt & es dauert etwas länger.
Das gleiche gilt für den Gebrauch von “Vanillezucker” anstatt eine Vanilleschote auszukratzen. (Ich habe schon früher darauf hingewiesen, dass “Vanillezucker” bedeutet, dass Zucker mit den kleinen, dunkelbraunen Vanillekörperchen gemischt wird – ich denke hier nicht an künstliche Vanille (aka Vanillin).) Da ich im letzten Jahr bemerkte, dass Vanillestangen nicht lieferbar waren bzw. ihr Preis erheblich anstieg, ist “Vanillezucker” eine Option.

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich so

Mir gefällt es, dass es für den Kuchen reicht, die zutaten zu verquirlen & alles zu backen: der Kuchen sieht verdammt lecker aus – sehr weich & saftig – ohne dass er noch extra dekoriert werden muss. Als Dessert zusammen mit einem kräftigen Espresso ist der Kuchen der ideale Abschluss eines Abendessens – und ich habe dann noch ein paar Reste für den nächsten Morgen zum Frühstück… oder so…

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