messen – wiegen – zählen & mehr

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Alle Maßangaben erfolgen im internationalen metrischen System, d. h. wir nutzen Meter, Kilogramm & Liter. Ich weiß natürlich, dass es das überaus praktische “Cup”-Maß gibt. Für eine grobe Umrechnung schlage ich vor:

  • 1 Cup Mehl sind ca. 130 g (oder noch einfacher: ungefähr 150 g)
    100 g Mehl sind dann ungefährt 2/3 Cup.
  • 1 Cup Zucker sind ca. 200 g.
    100 g Zucker sind also etwa 1/2 Cup.
  • 1 Cup “Flüssigkeit” sind ca. 250 ml.
    100 ml “Flüssigkeit” ergeben dann ca. 2/5 Cup (sagen wir: ungefähr 1/2 Cup).

Wer mehr Infos sucht, findet ausführliche Tabellen bei moment in a jelly jar – ein privater Food Blog. Wen historische Unterschiede zwischen Cup-Maßen in Großbritannien & den USA interessieren: fragt Wikipedia!

 

Wie wird gewogen?

Obwohl ich von Hause aus Naturwissenschaftlerin bin & exaktes Experimentieren & Dokumentieren gelernt habe, war ich in meiner Küche niemals sooo sorgfältig wie im Labor. Kochen & Backen ist Entspannung – daher sollten wir entspannt sein, wenn wir wiegen & messen: aus 250 g Mehl können halt auch mal 260 g werden… was nicht wirklich eine Rolle spielt.
Tagtäglich benutze ich:

  • Waage (keine Mikrowaage!) & verschiedene Messbecher
  • Esslöffel (EL – ca. 15 ml)
  • Teelöffel (TL – ca. 5 ml).

… und für die Mengenangaben in meinen Rezepten gilt:

  • Beispiel:
    1.500 g Kartoffel sind “Kartoffeln mit Schale”
    1.000 g Äpfel sind “Äpfel mit Schale & Kernen & Apfelgehäuse”.

Ich gebe in den Rezepten immer den “Brutto”-Wert an – so wie im Supermarkt (oder wo auch immer) eingekauft wird. Es sei denn, ich schreibe explizit, dass es sich um bereits „geputztes” Obst & Gemüse handelt…

 

Temperatur

Temperaturen werden in ° Celsius angegeben.

(Wer umrechnen möchte:
Man nehme den Wert in Fahrenheit, ziehe 32 ab, teile durch 2 & addiere 10% (subtrahieren, wenn negativ.
Man nehme den Wert in Celsius, subtrahiere 10% (addieren, wenn negativ), multipliziere mit 2 & addiere 32.)

 

Haushaltsgeräte

Ich habe keine voll ausgestattete Küche mit allen erdenklichen elektrischen oder mechanischen Geräten & Werkzeugen zum Kochen & Backen. Eigentlich bin ich eher minimalistisch unterwegs:

  • ein paar Edelstahltöpfe
  • ein paar Backformen mit Antihaft-Beschichtung
  • ein paar Auflaufformen (Steingut)
  • ein Wok (!)
  • eine Keramik-beschichtete Bratpfanne mit extremem Antihaft-Effekt
  • eine Sammlung Küchenmesser (vom Gemüsemesser bis zum japanischen Kochmesser)
  • ein paar solide Holzbretter zum Schneiden & Zerkleinern
  • ein paar spezielle Werkzeuge wie eine Knoblauchpresse, eine Parmesanreibe, ein Eierschneider etc.
    (mir fehlen eine ganze Reihe spezieller Küchenhelfer – um gar nicht erst einen dieser neuen schicken Gemüse-Spiral-Schneider zu erwähnen, aber… meistens kann man sich ganz gut mit vorhandenen Mehrzweck-Geräten behelfen!)
  • ein Handrührgerät & ein Stabmixer & ein Standmixer
  • ein Slow-Cooker.

Also: man braucht nicht viele exotische & teure Küchengeräte, um zu Hause zu kochen & zu backen. Ihr müsst eure Arbeitsflächen & Küchenschränke nicht mit “Kram“ voll stopfen, den ihr vielleicht einmal pro Jahr oder noch seltener braucht.
(Natürlich besitze ich eine italienische Espresso-Maschine, die ich kontinuierlich mit Kaffeebohnen & Wasser befühle, um auf Knopfdruck besten Espresso zu erzeugen – erinnert euch: Ich kann ohne Espresso nicht überleben!)

Im übrigen der Hinweis:
Butter- & Öl-Mengen – z. B. beim Braten – richten sich immer nach meinen Küchengeräten (eine Antihaft-Pfanne braucht halt weniger Fett als eine konventionelle Pfanne!).

 

Herd & Backofen

Ich habe einen elektrischen Herd & einen elektrischen Backofen. Gas war für mich nie eine Option (auch aus technischen Gründen), d. h. ich habe keine Erfahrung mit Gas. Alle meine Rezepte beziehen sich daher immer auf elektrische Herde & Öfen, speziell was Koch- & Backzeiten betrifft bzw. das vorzeitige Abschaltung des Backofens.

Außerdem nutze ich im Backofen immer Umluft (falls nicht, dann steht es ausdrücklich im Rezept!):

  • Alle Temperaturangaben beziehen sich immer auf Umluft.
  • Wenn ihr keinen Umluftofen habt, müsst ihr die Temperatur um etwa 15-20 ° Celsius erhöhen.

…& ich nutze immer den hübschen Effekt aus, dass eine elektrische Kochplatte & ein elektrischer Backofen noch eine Weile heiß bleiben, auch wenn sie ausgeschaltet worden sind. Regel: Ihr könnt eine Kochplatte bis zu 5 min früher ausschalten & einen Backofen sogar bis zu 10-15 min früher. (In meinen Rezepten mache ich darauf aber nicht explizit aufmerksam!!! Wenn ich schreibe, dass ein Kuchen für 40 min in den Backofen soll, dass schalte ich den Backofen spätestens nach 35 min ab… natürlich ohne die Backofentür zu öffnen!)

 

Ich beichte: Kochzeiten

Ich habe ein Problem mit Zeitangaben in meinen Rezepten!

Ok: Wenn es darum geht, wie lange ein Kuchen gebacken werden muss oder ein Hühnchen im Backofen schmoren sollte, ist die Welt soweit in Ordnung – ich kann hier einigermaßen genaue Zeitangaben machen.

Aber wenn es um die Vorbereitungszeiten geht, wird es für mich schwierig:

  • Wenn ich koche, dann bin immer parallel mit anderen Hausarbeiten beschäftigt: Waschmaschine leeren, Geschirrspüler befüllen etc.
  • Außerdem mache ich immer viele Fotos – eine zeitraubende Aktivität.
  • Manchmal bin ich sehr schnell, wenn es darum geht, Gemüse zu putzen (Routine!) – aber manchmal probiere ich etwas neues aus & muss erst lernen, wie man es am besten angeht.
  • Manchmal mache ich mir zwischendurch einen Kaffee oder ein Sandwich.
  • Ich habe auch keine Ahnung, wieviel Erfahrung ihr habt & welche Küchengeräte ihr benutzt.

Kurz gesagt:
Angaben zur Vorbereitungszeit in den Rezepten werden von mir auf Basis meiner Erfahrungen in meiner Küche geschätzt.

 

Bio-Produkte

Ich benutze Bio-Produkte, wann immer möglich.

 

Vollkorn-Produkte

Ich benutze normalerweise keine Vollkornprodukte (Mehl, Reis, Nudeln etc.) – es sei denn, ich weise in meinen Rezepten explizit darauf hin. Alle Koch- & Backzeiten beziehen sich daher auf Nicht-Vollkornprodukte, d. h. wenn ihr Vollkornprodukte nutzen möchtet, so müsst ihr selbst die Koch- & Backzeiten anpassen.

…und da wir gerade dabei sind:
Ich benutze keine “künstlich verarbeiteten” Lebensmittel wie stark fettreduzierte Milchprodukte oder ähnliches & auch keine speziell verarbeiteten Gluten-/Laktose-/Fruktose-freien Produkte – warum auch immer Leute diese Produkte konsumieren. (Natürlich gibt es viele Produkte, die von Natur aus weder Gluten noch Lactose noch Fruktose enthalten… Kurz: ich achte nicht drauf!) Wenn jemand an spezifischen Nahrungsmittel-Intoleranzen leidet, sollte er/sie bitte daran denken, die Rezepte entsprechend abzuändern.

 

TK-Produkte

Ich nutze TK-Produkte, wenn frische Produkte nicht verfügbar sind. Frische Erbsen gibt es z. B. nur in den Monaten Juni & Juli, so dass ich meistens auf TK-Erbsen zurückgreife. Gleiches gilt für Obst wie Himbeeren & Heidelbeeren usw.

Fisch & Meeresfrüchte kaufe ich gefroren, wenn frische Ware nicht verfügbar ist.

 

Zutaten

Ich nutze im allgemeinen Meersalz, habe aber auch eine Salz-Kräuter-Mühle (ein Geschenk (nachfühlbar), in dem Meersalz bereits mit verschiedenen mediterranen Kräutern vermischt ist).
Ich mache zu Salz keine Mengenangabe in meinen Rezepten, weil jeder nach seinem Geschmack salzen sollte – ich z. B. gehe mit Salz immer sehr sparsam um.

Ich benutze immer bunten Pfeffer (schwarzen Pfeffer, weißen Pfeffer, grünen Pfeffer, roten Pfeffer…) & mahle die Pfefferkörner stets frisch in meiner Pfeffermühle. Wenn jemand ausschließlich sehr feingemahlenen weißen/schwarzen Pfeffer mag: auch fein.
Wie bei Salz mache ich keine Mengenangaben.
(Im Gegensatz zu Salz bin ich allerdings ein Pfeffer-Fan & nehme immer reichlich!)

Als Mediterrane Kräuter bezeichne ich Basilikum, Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter, Salbei, Oregano, Majoran, Petersilie, Schnittlauch. Von Frühjahr bis Herbst habe ich Kräutertöpfe auf meiner Küchenfensterbank – zumindest eine Auswahl. (Ich habe mehrfach versucht, Kräuter in meinem Garten anzusiedeln, aber immer wieder fanden Ameisen & Blattläuse die Kräuter unwiderstehlich lecker… so gedeihen sie inzwischen auf der Fensterbank!) Wenn frische Kräuter nicht verfügbar sind, müssen die getrockneten herhalten.

Im Laufe der Jahre haben sich bei mir eine ganz Menge verschiedener Gewürze angesammelt – fast alle in der Bio-Version. Wenn ihr ein spezielles Gewürz braucht – was gerade nicht im Küchenregal steht – könnt ihr fast immer nur eine ganze Dose oder ein ganzes Glas mit diesem Gewürz kaufen, auch wenn ihr eigentlicher nur eine Messerspitze davon braucht. Gewürze sind langlebig, wenn sie trocken & kühl & dunkel aufbewahrt werden: also räumt eine Küchenschublade leer & beginnt eure eigene Gewürzsammlung… und vermeidet es, Gewürze in kleinen Papiertütchen zu kaufen, wenn ihr die “Reste” nicht in einem kleinen Schraubglas “retten” könnt.

Ich benutze Öle wie:

  • Olivenöl Extra Vergine (1. Pressung) aus dem Mittelmeerraum
  • Erdnussöl
  • “Asia Öl” (Erdnussöl aromatisiert mit Zitronengras, Ingwer, Koriander, Chili, Pfeffer…)
  • dunkles Sesamöl.
  • …und alles an Öl (gilt auch für Essig!), was ich manchmal geschenkt bekomme!

Ich nehme eigentlich immer nur Balsamico (Balsam-Essig – sehr dunkel & sehr reichhaltig). Früher habe ich selbst Essig gemacht (ich bin kein Essig-Fan!), indem ich Weiß- oder Rotwein mit etwas Essigessenz & getrockneten mediterranen Kräutern vermischt habe – solange bis ich den sanften Geschmack von Balsamico kennen- & lieben lernte.

Ich benutze Weizenmehl Type 550 (wenn nicht explizit anders dargestellt).

Ich mag feinen weißen Zucker oder Puderzucker zum Backen & für Desserts – daneben habe ich braunen Zucker im Haus. Wenn ich nicht explizit auf Puderzucker oder braunen Zucker hinweise, so ist immer feiner weißer Zucker gemeint.

Hier gibt es immer nur italienische Pasta aus Hartweizengries ohne Eier.

Ich nehme Langkornreis aus dem Himalaya/Indien (Basmati-Reis) oder aus Thailand (Jasmin-Reis) für gekochten oder gebratenen Reis. Für Risotto (oder Paella etc.) nutze ich Rundkornreis wie italienischen Arborio-Reis.

Eier sind immer Bio-Eier von freilaufenden Hühnern (meist Größe M). Grobe Umrechnung: 4 kleine Eier (XS) entsprechen 3 Eiern (M) entsprechen 2 ganz großen Eiern (XXL).

Ich verarbeite Freiland-Geflügel in Bio-Qualität (wenn verfügbar).

Im allgemeinen nutze ich an Milchprodukten:

  • Milch mit 1,5% Fett
  • Naturjoghurt mit 3,5% Fett
  • griechischer Joghurt mit 10% Fett
  • Saure Sahne mit 20% Fett
  • Creme Fraiche mit 30% Fett
  • Sahne mit 32% Fett.

Ich verarbeite geriebenen Käse wie:

  • Gruyere oder Greyerzer (reibe ich immer selbst auf meiner Vierkantreibe)
  • Parmesan (reibe ich auch immer selbst)
  • Pecorino (dto.).

…& niemals abgepackten, kalorienarmen geriebenen Mischkäse (aus mehreren Sorten) kaufen!

Ich benutze Südtiroler Speck (immer sehr, sehr dünn geschnitten!) oder auch Pancetta (falls verfügbar).

Ich nehme fast immer Frühlingszwiebeln!
Frühlingszwiebeln werden manchmal auch als Lauchzwiebeln bezeichnet. Abhängig von der Jahreszeit ähneln sie dünnem Porree oder enden in einer kleinen Knolle. (Hauptgrund für Frühlingszwiebeln: sie lassen sich leichter portionieren & sind milder als “große Zwiebeln“.)

 

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