jalapeno dip: scharf & immer schärfer!

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3 – 2 – 1!
Ein Chili-Dip: scharf, leicht zuzubereiten & ideal für mehrere Tage im Kühlschrank!

 

Als wir im Südwesten der USA unterwegs waren, gab es überall Chili. Chili ist praktisch Bestandteil in allen typischen Gerichten der Region: der Einfluss Mexikos – ich glaube, Chili ist einfach vor langer Zeit von Süden her eingewandert.

Chili ist aromatisch & scharf. Ja – es gibt extrem scharfe Chilis…

Fürs Protokoll:
Vor Jahren hatte ich in unserer Küche ein Poster, auf dem verschiedene Chilisorten aus aller Welt & ihr Schärfegrad dargestellt wurden. Ich erinnere mich, dass die schärfsten Chilischoten aus Südostasien stammten, dicht gefolgt von Sorten aus der Karibik. Als ich jetzt im Internet surfte, habe ich erfahren, dass heute die schärfste Chilischote aus South Carolina kommt – eine Neuzüchtung. Wer sich detailliert über die Welt der Chilisorten & ihre Schärfemessung informieren möchte, kann sich vertrauensvoll an Wikipedia wenden.

Ebenfalls vor Jahren, als mein Ex & ich im Südwesten der USA unterwegs waren, konnten wir der Versuchung, frische Chilischoten zu kaufen & nach Hause mitzunehmen, nicht widerstehen. Da war ein geflochtener Strang Chili mit vielen dunkelgrünen & roten (eh – die meisten waren rot) Chilischoten – was für ein Duft! Leider haben etwa ein Drittel der Chilis die Heimreise nicht überlebt & wurden zermanscht. Einige begannen zu faulen… aber die meisten blieben uns dennoch erhalten & so wurde der Chilistrang in unserer Küche an einem sonnigen Platz aufgehängt. In den nächsten Wochen trockneten die Chili aus: nur die Kerne & eine papierdünne Schale blieben zurück. Wir haben alles verarbeitet: die getrockneten Chili hatten ein solch intensives Aroma, dass schon ein paar Krümel ausreichten, um eine Gericht zu würzen.

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Heute geht es um Jalapeño-Schoten – eine Chilisorte, die im Südwesten der USA weit verbreitet ist & überall in den ortsüblichen Gerichten verarbeitet wird: scharf mit einem speziellen, charakteristischen Aroma.

Was brauchen wir für einen Jalapeño-Dip?
Nicht viel:

  • etwas Mayonnaise
  • etwas Joghurt
  • natürlich Jalapeños
  • vielleicht eine Frühlingszwiebel
  • Salz & Pfeffer.

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Wo bekomme ich in Deutschland frische Jalapeños? Hier wird es schwierig – mit etwas Glück finden sich in der Gemüseecke im Supermarkt unseres Vertrauens Jalapeños, aber das ist saisonabhängig (meist nur im Winter!): es gibt kein Ganzjahresangebot (meine Erfahrung!). Also muss man auf Jalapeño in Gläsern zurückgreifen, die beliebt sind, seit die mexikanische Küche auch Deutschlands Supermärkte erobert hat.

Daher kaufen wir ein Glas Jalapeño: die Chilischoten in Ringe geschnitten & in Essigwasser eingelegt. Das folgende Photo sieht ein wenig – na sagen wir – “merkwürdig” aus, aber es ist unbedingt notwendig, die eingelegten Jalapeño-Ringe so vorzubereiten:

  • ein paar Jalapeño-Ringe aus dem Glas nehmen & die Flüssigkeit abschütteln
  • die Jalapeño-Ringe auf ein Doppelblatt Küchenrolle legen, einschlagen & ausdrücken
  • das nasse Küchenpapier entfernen, erneuern & nochmals ausdrücken – bis die Jalapeños fast “trocken” sind.

Die Jalapeños sind jetzt zermatscht – das ist ok! Sie können noch mehr zermatscht und/oder kleingeschnitten werden – je feiner, desto besser.

Achtung:
Wenn ihr nicht versucht, die Jalapeños zu trocknen, wird der Dip wässrig & etwas säuerlich wegen des Essigs. Das zerstört den Dip!

Danach die Frage: wie scharf soll der Dip werden?
(Natürlich hängt es von der Chilimenge ab, aber…) Ihr habt jetzt die Gelegenheit, die Kerne der Jalapeños zu entfernen – alle oder wenige oder keine… je mehr Kerne entfernt werden, desto milder!
(Ihr könnt mir glauben: ich habe es mehrfach ausprobiert!)

Danach könnt ihr alles zusammenkippen & mit einem Schneebesen durchrühren.

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Der Dip ist damit fertig!

Und wie war das mit “3 – 2 – 1”?
Wenn ihr das wissen wollt, lest das folgende Rezept…

 

jalapeno dip: scharf & immer schärfer!

Prep Time: 15 minutes

Servings: 2-3

jalapeno dip: scharf & immer schärfer!

3 - 2 - 1! Ein Chili-Dip: scharf, leicht zuzubereiten & ideal für mehrere Tage im Kühlschrank!

Ingredients

  • 3 Esslöffel Mayonnaise (80%)
  • 2 Esslöffel griechischer Joghurt (10%)
  • 1 Esslöffel Jalapenos (getrocknet & zermatscht)
  • 1 Frühlingszwiebel - optional
  • Salz & Pfeffer

How to...

  1. Mayonnaise & Joghurt verrühren.
  2. Die Jalapenos trocknen, zerdrücken & ggf. noch kleinschneiden.
  3. Jalapeno-Kerne herauspicken - wenn ihr wollt!
  4. Die Frühlingszwiebel kleinschneiden (optional).
  5. Jalapenos, Frühlingszwiebel (optional), Salz & Pfeffer in die Creme geben & verrühren.

Notes

Der Dip reicht für 2-3 Personen. Wenn ihr 4-5 Gäste habt, einfach die Mengen verdoppeln.

Wenn es sich bei euch um echte Chili-Freaks handelt, verdoppelt einfach die Menge Jalapenos.

Der Dip kann bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden - bei mir war spätestens dann alles verbraucht...

http://thebusinesswomanskitchen.de/jalapeno-dip-scharf-immer-schaerfer/

 

Zuallererst: Zu diesem Dip wurde ich über ein Sandwich-Rezept vom Food Blog Lady and Pubs inspiriert – der Dip war dort Sandwich-Sauce.

 

Nun – der Dip kann fast überall zum Einsatz kommen:

  • einfach als Dip mit Brot, Baguette, Faltenbrot, Brötchen…
  • als scharfe, aromatische Beilage zu Gerichten aus Amerikas Südwesten (s. a. mein Rezept für Enchiladas (demnächst in diesem Blog))
  • als Creme für Sandwiches & belegte Brote
  • als kalte Sauce für Fleisch…

Entscheidend ist dabei – aus meiner Sicht -, dass der Dip zähflüssig & cremig ist: ich mag keine wässrigen Dips! …und ich mag es auch nicht, wenn sich Dips im Kühlschrank nach 1-2 Tagen “auflösen”, “ausflocken”… Daher:

  • Ich trockne die eingelegten Jalapeños sorgfältig.
  • Ich nehme Mayonnaise (80%) & griechischen Joghurt (10%).

Natürlich habe ich experimentiert, um das “Fett” zu reduzieren: es wird aber nicht optimal mit “low-fat” Mayonnaise (ca. 10-20%) und/oder “low-fat” Joghurt (1,5 – 3,5%). Die Konsistenz verschlechtert sich! (Ich bin sicher, dass ihr alle schon mindestens einmal in eurem Leben die dumme Erfahrung gemacht habt, dass ein zu flüssiger Dip begann, langsam vom Baguettescheibchen zu tropfen… und tropfte… tropfte… bis er schließlich unabänderlich den neuen Pullover traf…
Oder ein an sich leckeres belegtes Brot (aka Sandwich) war durchweicht von zuviel Flüssigkeit, die sich dann auch noch über den Teller ausbreitete… –  ich glaube, das reicht an Details!)

Natürlich kann man “low-fat” Joghurt durch etwas mehr Mayonnaise ausgleichen (oder so…), aber dann ändert sich das Aroma. Das ist auch der Fall, wenn man 50%ige Mayonnaise nimmt oder ähnliche Ersatzprodukte.

Was die Schärfe angeht: man kann natürlich eine andere – schärfere – Chilisorte nutzen; Jalapeño ist als “mittel-scharf” bis “scharf” einzuordnen (wobei “scharf” hier nicht bedeutet: “mit knallrotem Gesicht nach Luft schnappend & krächzend am Tisch um Erlösung betteln”). Aber dann verschwindet auch das spezielle Jalapeño-Aroma.

So probiert einfach & genießt den Dip!

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich

Ein Dip – nur ein Dip, aber… einfach zuzubereiten, cremig, scharf… Das schaffe ich leicht in 15 min: fein. Ich kann den Dip aufbewahren: auch fein!

 

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Fürs Protokoll:
Mir ist bewusst, dass das Photo nicht so animierend ist – es ist eben eines der Gerichte, vor dem jeder Photograph warnt: es ist eine fast weiße, unstrukturierte Masse, die verdammt schwierig zu photographieren ist. Ich habe es immerhin versucht… (trotzdem schmeckt es sehr gut!).

 

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