express espresso-kuchen

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Stellt euch eine warme Sommernacht nach einem herrlichen Abendessen vor: jetzt ein Espresso mit einem Stückchen Kuchen – weicher, cremiger Espresso-Kuchen!

Ganz offen: ich produziere recht selten 2- oder 3-Schicht-Torten – ganz zu schweigen von 4- oder 5-Schicht-Torten! Trotzdem versuche ich mich manchmal doch an etwas neuem… naja: wenn eine Torte im Kühlschrank wartet, dann ruht da natürlich eine dauernde Versuchung – und aufgrund der “Wahnsinnsgröße” einer Torte bleibt immer – nach einer Einladung – sehr viel übrig… für meine bessere Hälfte & mich.

Ich ließ mich dieses Mal von cardamom coffee cake with bulletproof frosting  (welch ein Name!) von my name is yeh inspirieren. Natürlich ist das eine richtig große Torte, die für 2 oder 4 Personen eigentlich viel zu groß ist… so dass ich beschloss, diese Torte zu verkleinern: eine kleine Köstlichkeit zum Espresso.

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Meine Idee war, aus einer klassisch runden Torte einen rechteckigen Kuchen zu machen – was bedeutet: “Das Runde muss ins Eckige!” (wie wir in Deutschland sagen) – also: wie läuft diese spezielle Quadratur des Kreises in mehr als 1 Dimension (wie ein Wissenschaftler es formulieren würde). Mehr zu meinen Berechnungen später…

Fangen wir erst einmal mit der Zubereitung an!

Wir müssen die Kuchenböden & die Creme vorbereiten, bevor wir den Espresso-Kuchen fertigstellen können. Für die Kuchenschichten brauchen wir:

  • Zucker
  • Mehl
  • Backpulver
  • Eier
  • Buttermilch
  • Öl
  • frisch gebrühter Espresso
  • Vanille
  • gemahlener Kardamom
  • Salz.

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Wir brauchen 2 Kuchenschichten: daher brauchen wir auch 2 Kastenformen! Ja: es ist entschieden leichter, beide Kuchenschichten mit einem Mal zu backen als den Backofen 2mal zu beheizen. (Wenn ihr jetzt an einen 3-Schichtenkuchen oder gar an einen 5-Schichtenkuchen denkt, dann braucht man hier 3 bzw. 5 Kastenformen, was für den Backofen sicher kein Problem darstellt, aber eine Herausforderung an euren Vorrat an Backformen.)

Die Kastenformen werden eingefettet & der Boden wird mit einem passenden Stück Backpapier belegt.

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Mit einem elektrischen Handrührgerät verquirlen wir die flüssigen Bestandteile & die Gewürze; dann kommt der Zucker hinzu…

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…und das Mehl… Der Espresso gibt dem Teig die Milchkaffee-braune Farbe.

Die Hälfte des Teigs kommt in die 1. Kastenform & die 2. Hälfte in die 2. Kastenform.

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Nach ca. 30 min im vorgeheizten Backofen bekommen wir 2 wundevolle Kuchenböden, die jetzt abkühlen müssen.

Kümmern wir uns um die Creme. Wir brauchen:

  • Butter
  • Puderzucker
  • frisch gebrühter Espresso
  • Vanille
  • gemahlener Kardamom
  • Salz.

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Alle Zutaten werden gründlich – sehr gründlich! – mit einem elektrischen Handrührgerät verquirlt. Denkt unbedingt daran, die Creme anschließend in den Kühlschrank zu stellen, während wir noch darauf warten, dass die Kuchenböden abkühlen.

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Wenn der Kuchen (endlich) abgekühlt ist, nehmt ein Messer & begradigt die Oberfläche der Kuchenschichten.

Bedeckt die 1. Kuchenschicht mit Creme.

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Legt die 2. Kuchenschicht darauf & bedeckt wieder alles – diesmal auch die Seiten – mit Creme.

Es bleibt euch überlassen, wie großzügig ihr die Creme verteilt.

Wenn ihr mögt, könnt ihr Zartbitterschokoladenspäne zur Verzierung darüber streuen.

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Prep Time: 1 hour

Cook Time: 30 minutes

Servings: 15-20

express espresso-kuchen

Stellt euch eine warme Sommernacht nach einem herrlichen Abendessen vor: jetzt ein Espresso mit einem Stückchen Kuchen - weicher, cremiger Espresso-Kuchen!

Ingredients

    für die Kuchenschichten:
  • 120 gr Zucker
  • 2 Pakete Vanillezucker ODER Mark einer Vanilleschote & 2 Esslöffel Zucker
  • 160 gr Mehl
  • 1 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Ei
  • 125 ml Buttermilch
  • 60 ml Öl ohne eigenes Aroma (wie Erdnussöl)
  • 90 ml frisch gebrühter Espresso (ca. 2 Espressotassen)
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • für die Creme:
  • 90 gr Butter
  • 210 gr Puderzucker
  • 2 Pakete Vanillezucker ODER Mark einer Vanilleschote & 2 Esslöffel Zucker
  • 35 ml frisch gebrühter Espresso (ca. 1 Espressotasse)
  • 1 Messerspitze gemahlener Kardamom
  • 1 Messerspitze Salz
  • Dekoration:
  • 2-3 Esslöffel Zartbitterschokoladenspäne
  • Zubehöt:
  • 2 Kastenformen (22 x 8 cm)
  • Elektrisches Handrührgerät

How to...

    Kuchenschichten:
  1. Den Backofen auf 155 Grad C Umluft vorheizen.
  2. Die beiden Kastenformen einfetten & den Boden jeweils mit einem passenden Blatt Backpapier bedecken.
  3. Zucker, Vanillezucker (oder Ersatz) & Salz vermengen.
  4. Mehl, Backpulver & gemahlenen Kardamom mischen.
  5. Das Ei, Öl, Buttermilch & Espresso mit einem elektrischen Handrührgegät vermischen.
  6. Zuckermischung hinzugeben & gut verquirlen.
  7. Mehlmischung hinzugeben & gut verquirlen.
  8. Den recht flüssigen Teig gleichmäßig in die Kastenformen füllen & für ca. 30 min backen.
  9. Die Teigböden sind fertiggebacken, wenn ein Holzpin hineingesteckt werden kann & ohne Teigigste herauskommt.
  10. Die Kastenformen auf ein Kühlgitter stellen, ein paar Minuten warten & die Kastenformen abnehmen; das Backpapier abziehen.
  11. Die Böden müssen vollständig abkühlen - in den Kühlschrank stellen, wenn sie Raumtemperatur erreicht haben.
  12. Creme:
  13. Für die Creme alle Zutaten miteinander verquirlen, bis es eine durch & durch gleichmäßig weiche Masse ist.
  14. Die Creme im Kühlschrank aufbewahren, bis der Espresso-Kuchen fertig gemacht wird.
  15. Kuchen fertigstellen::
  16. Die Kuchenböden mit einem Messer - die rechteckige Form erleichtert die Arbeit.
  17. Den 1. Kuchenboden auf die Platte legen, auf der der Kuchen serviert werden soll.
  18. Creme gleichmäßig darauf verteilen.
  19. Den 2. Kuchenboden darauflegen.
  20. Creme darüber verteilen.
  21. Creme gleichmäßig über die Seiten verteilen.
  22. Zartbitterschokoladenspäne darüber verteilen.
  23. Den Espresso-Kuchen in den Kühlschrank stellen, bis er serviert wird.

Notes

Prep Time: Hierin ist die Vorbereitung der Kuchenböden, der Creme & die Fertigstellung enthalten. Zusätzliche Abkühlet ist nicht enthalten.

Cook Time: reine Backzeit!

Der Espresso wird kalt verarbeitet.

Bevor der Kuchen fertiggestellt wird, sollten die Kuchenböden & die Creme im Kühlschrank abgekühlt worden sein. Die Creme sollte jedoch Streichfähig sein!!!

Es ist sinnvoll, den Kuchen auf der gleichen Platte fertigzustellen, auf der er serviert werden soll, um einen späteren, komplizierten Transport zu vermeiden.

Es wird empfohlen, den Espresso-Kuchen im Kühlschrank aufzubewahren.

...und immer daran denken: Es ist ein hausgemachter Kuchen - nicht das künstlerische Werk eines Konditors!

https://thebusinesswomanskitchen.de/espresso-kuchen/

 

Wie wird aus einem großen Kuchen ein kleiner Kuchen?
(Ja – wir sind wieder bei dem multi-dimensionalen Quadratur-des-Kreises-Problem…)

Ich habe damit angefangen, dass ich die Flächen Kuchenschichten im Original (runder Kuchen von ca. 20 cm Durchmesser) & für die Zielversion (rechteckiger Kuchen mit 22 × 8 cm) berechnet habe. Es zeigte sich, dass die Zielversion nur etwas mehr als 50% des Originals ausmachte: also nahm ich von jeder Zutat genau die Hälfte der Original-Menge.

Ergebnis für die Kuchenschichten: ok, alles fein, passt perfekt… ich bekam genau die Kuchenschichten, die ich mir vorgestellt hatte!

Dann zur Creme…
Ich addierte alle Flächen, die mit Creme bedeckt werden sollten, sowohl in der Original-Version als auch in der Zielversion. Es zeigte sich, dass ich ca. 70% der Original-Crememasse brauchen würde – was mir recht viel erschien… und wenn ich daran dachte, dass es trotz Verkleinerung immer noch eine “mächtige” Torte werden würde (nein – wir zählen nach wie vor keine Kalorien (s. a.  Regel #1)), aber… trotzdem… Ich beschloss nur 50% jeder Zutat zu nehmen.

Ergebnis für die Creme: Obwohl ich die Creme recht großzügig verteilt hatte, war es immer noch zuviel! Etwa 25% der Creme blieben übrig… Also habe ich die Mengen für unser Rezept noch einmal angepasst.

 

Fürs Protokoll:
Es ist möglich, aufgrund von Berechnungen aus einer großen runden Torte eine kleine rechteckige Torte zu machen (was auch handlicher ist!). Faustregel: eine 2-Schichten Torte von 20 cm Durchmesser wird zu einer 2-Schichten-Torte von 22 × 8 cm indem man 50% der Zutaten für die Kuchenböden nimmt & ca. 1/3 der Zutaten für die Creme.

 

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Es ist eine mächtige Torte: man kann ruhig ganz dünne Scheiben abschneiden (ca. 1 cm dick – ohne dass es weniger lecker ist!) – funktioniert immer wenn die Torte im Kühlschrank aufbewahrt wird. (Denkt nicht daran, sie anderswo aufzubewahren… es sei denn, es ist Januar mit Temperaturen um den Gefrierpunkt & ihr habe einen sicheren Platz draußen…). Ich denke, dass 1 cm die richtige Größenordnung für eine Scheibe Espresso-Kuchen ist, der mit Espresso gemacht wurde, und zusammen mit einem Espresso in einer Espresso-Pause genossen wird.

Es ist nach wie vor sinnvoll, mit 2 Backformen zu arbeiten, um Back- & Abkühlzeit zu reduzieren…

…und noch einmal: Wir sind keine Profi-Konditormeister! Speziell in Foodblogs werdet ihr viele künstlerische Torten mit raffinierter Verzierung finden… Und dann sind da auch diese smarten Videos, die im Zeitraffer zeigen, wie man außergewöhnliche Dekorationen außergewöhnlich einfach herstellen kann! Vergesst es! Man braucht eine Menge Erfahrung & Übung, um selbst so etwas herstellen zu können. Also: wenn ihr eine perfekte Torte mit einer perfekten Dekoration wünscht, dann bestellt einfach eine Torte bei dem Konditor eures Vertrauens. Ansonsten seid stolz auf euren eigenen hausgemachten Kuchen, der auch hausgemacht aussieht!

 

Die Businesswoman mit zu vielen Bürostunden denkt sich so

Ich brauche also ungefähr 1 h für die Vorbereitungen & die Dekoration – ich bin sicher nicht der Möchte-gern-Konditormeister: ich werde auf keinen Fall mit der Creme & Demo lange herumhampeln.

Wenn ich ca. 20 Scheiben aus dem Espresso-Kuchen bekommen, wird das immer für ein Abendessen mit 6 Freunden ausreichen. Auch wenn nachher der eine oder andere 2 Stückchen nimmt – kein Problem. Etwa die Hälfte bleibt dann übrig… schön für meine Espresso-Pausen in der kommenden Woche.

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