toskana: grüne hügel & alte städte, pasta & wein… david!

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Im Mai fuhren wir für fast 3 Wochen durch die Toskana, durch sanfte, grüne Hügel, Weinberge & Olivenhaine, bewunderten die Städte aus dem 15. & 16. Jahrhundert – und lernten Florenz kennen & lieben! (…nicht zu vergessen: die italienische Ess- & Weinkultur…)

Ich wollte schon immer einmal in der Toskana Urlaub machen, aber es hatte nie geklappt – bis meine bessere Hälfte & ich im letzten Winter spontan beschlossen, dieses Projekt im nächsten Frühjahr endlich anzugehen. Ganz ehrlich: außer Rom, Venedig & Mailand – und einer Fahrt quer durch Norditalien auf dem Weg von Südfrankreich nach Tirol in weniger als 2 Tagen – hatte ich von Italien noch nicht viel gesehen. Für mich als lebenslanger Fan der italienischen Küche war das eigentlich untragbar & eine Schande!

Unsere Erwartungen waren entsprechend hoch, als wir unsere Reise planten…

Zur Vorbereitung machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Reiseführer beim Verlag unseres Vertrauens:

Wir legten unser Urlaubsquartier in die Nähe von Florenz, um von hier aus, Exkursionen in die Toskana & nach Florenz zu unternehmen. Als ich unseren Reiseführer durchblätterte, fand ich Hinweise auf Michelangelo’s David (inzwischen etwa 500 Jahre alt, mehr als 5 m hoch, immer noch in Florenz & immer noch unversehrt). Vor langer Zeit – als ich noch studierte – hatte ich 2 Poster an der Wand meines Zimmers im Studentenwohnheim: die Venus von Milo & David; beide auf schwarzem Hintergrund in der Größe von 80 x 180 cm. Jetzt sollte ich endlich die Gelegenheit bekommen, David live zu erleben…

 

Und hier ist jetzt auch gleich “mein ganz spezielles & persönliches” Highlight:

 

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(Also… als wir letztes Jahr in Malta  waren, war ich schon etwas besessen vom Malteser Falken – diesmal ist es David aus Florenz!)

 

Beginnen wir doch einfach mit den sanften, grünen Hügeln… voller Weinberge & Olivenhaine… (Ich hatte nie gedacht, dass dieses romantische Bild der Toskana, das in meinem Kopf herumspukte, tatsächlich so existierte!). Wir machten viele Fahrten durch die Hügellandschaft, fanden enge, kurvige, steile (Schotter-)Straßen, um schließlich immer wieder mit einem überwältigenden Panorama belohnt zu werden.

 

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Unsere Reise durch die Toskana führte uns zu Plätzen wie  San Gimignano, Siena, Montepulciano, Montalcino, Pienza, Volterra… All diese mittelalterlichen Städte (order besser: Renaissance-Städte) haben die Jahrhunderte ohne merklichen Verfall oder Zerstörung überlebt. Man sich vorstellen, wie die Menschen hier schon vor Jahrhunderten gelebt haben, für oder gegen die Medici gekämpft haben (die Seite spielt im Grunde keine Rolle, denn die Medici haben am Ende immer gewonnen!), wie sie Wein & Olivenöl produziert haben, gehandelt & gebetet haben… übrigens Beten: ihr könnt sicher sein, dass jede dieser alten Städte ihre Kathedrale hat – und ich meine hier eine “wirklich große Kathedrale”.

 

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Wenn ihr euch die Städteliste & die Photos genauer anschaut, könnt ihr zielsicher schließen, dass wir uns auf einen zentralen Teil der Toskana beschränkt haben: wir sind weder an der Mittelmeerküste gewesen noch haben den tiefen Süden der Toskana erforscht. Wir haben es geschafft, in der Region zu bleiben, die weltbekannt ist für Chianti Classico, Vino Nobile de Montepulciano, Brunello de Montalcino, Vernaccia di San Gimignano… es ist ein sehr schöner & intensiver Landstrich – reich an Kunst & Geschichte, reich an guten Weinen, reich an bildhafter Natur.

 

…und dann ist da Florenz:

 

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Florenz ist die Attraktion für Touristen!
Ich kann mich an keinen anderen Ort in der Toskana erinnern, der so mit Touristen überfüllt ist wie Florenz. (Natürlich hat jede der berühmten Städte wie Siena & Co. ihren durchaus großen Anteil am Tourismus, aber in Florenz…) Davon unbeeindruckt suchten & fanden wir unseren Weg durch Florenz – ein aufregendes Erlebnis. Wir liebten es, durch die engen Gassen des historischen Zentrums zu spazieren, in den kleinen Geschäften zu stöbern (& einzukaufen!), Espresso in kleinen Cafés zu trinken genauso wie über die großen Boulevards zu flanieren (auch im historischen Zentrum!) mit weltbekannten Designerläden in scheinbar unendlicher: Florenz – die historische, die pittoreske & die elegante Stadt!

 

“Il Duomo” ist einer der bedeutenden Anziehungspunkte für Touristen & ein absolutes To-Do für Florenz. Wir gingen in den Dom, wir waren unter dem Dom (um die Ausgrabungen anzuschauen), wir gingen in die Taufkirche vor dem Dom & wir besuchten das Dom-Museum hinter dem Dom – über dem Dom waren wir allerdings nicht… Wirklich erstaunlich: die Medici brauchten gerade mal 150 Jahre, um diesen prachtvollen Dom zu bauen…

 

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Fürs Protokoll:
Ich habe schon ein paar Mal “die Medici” erwähnt – diese Familie ist DIE Familie in Florenz (gewesen), die wesentlich für Florenz’ Aufstieg im 15. & 16. Jahrhundert verantwortlich war. Die Medici gaben enorme Summen für Kunst & Architektur aus & bereiteten dabei auch den Weg für die Renaissance. (Ich denke, “die Medici” waren für Florenz, was “die Sforza” für Mailand waren, die berühmt-berüchtigten “Borgia” für Rom (auch wenn sie eigentlich aus Spanien stammten)…)

 

Nähern wir uns nun endlich den Uffizien – erbaut von den Medici (natürlich) – , die sich an den “Palazzo Vecchio” anschließen, damals gedacht als zusätzliches Verwaltungsgebäude (wie der Name schon sagt:  “Uffizien” → uffici (italienisch) → Büros (auf deutsch)).

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Wir haben mittags unseren Rundgang gestartet, aber nach etwa 3 Stunden waren wir erschöpft: zu viele Kunstwerke, zu viel Geschichte, zu viele Informationen – ich schätze, wir haben vielleicht 50% der Uffizien geschafft: es ist einfach grandios & überwältigend! Ich fand speziell die Portrait-Galerie interessant, obwohl es etwas schwierig war, die Bilder zu betrachten, da sie direkt unter der Decke hängen – es ist eine Art Who-Is-Who des Medici-Zeitalters!

 

Schließlich…

 

Essen & Trinken

 

Hatte ich schon erwähnt, dass wir unser Urlaubsquartier auf einem Weingut aufgeschlagen hatten – auf einer “fattoria“? Ja – wir haben genau das gemacht & hatten den Chianti Classico direkt vor unserer Nase! Es gab natürlich auch eine Wein-Tour, als wir dort wohnten.

 

Wir sahen die Weinreben (noch ohne Weintrauben), erfuhren, wie die Trauben zerquetscht werden, wie die Obstmasse aufbewahrt wird: der ganz junge Wein ruht für einige Monate in riesigen Metall-Containern (jeder mit ca. 5.000 l Fassungsvermögen) – dann ruht der Wein für lange Zeit in Barrique-Fässern (jedes fasst ca. 250 l & wird nur 3mal für die Chianti Produktion benutzt).

 

Nach der Wein-Tour gab es natürlich eine Weinprobe: wir hatten Chianti Classico von 2013, 2010, 2007 & 2005 – je älter, desto besser – zusammen mit frischem Brot & Olivenöl, Tomaten, Schinken, Salami, Käse…

 

Die Fattoria produziert ca. 50.000 – 60.000 Flaschen pro Jahr.

 

Meistens bestand unser Abendessen übrigens aus den gleichen Zutaten wie bei der Weinprobe. Wir liebten frisches Brot mit sahniger Butter, rohem & gekochtem Schinken & Salami mit Fenchel, verschiedenen Käsesorten, ein paar gegrillten Artischocken & gegrillten Paprikaschoten, getrockneten Tomaten in Olivenöl, eingelegten Sardinen… immer in Begleitung von einem schönen Chianti Classico. Es spielt keine Rolle, ob ihr in einem kleinen Supermarkt oder einem toskanischen Delikatessenladen einkauft – überall gibt die Zutaten für ein solch einfaches Abendessen.

 

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“Pasta & Pizza” & ein paar “Antipasti” – so sah es aus, wenn wir im Restaurant essen waren. Wir haben niemals ein komplettes, italienisches Abendessen geschafft, sondern haben immer nach 2 Gängen aufgegeben (vielleicht noch etwas Dessert). Besonders Pasta (“primo piatto“) – hausgemacht! – war immer ein Genuss. (Wir haben in der italienischen Praxis gelernt, dass Pasta keine besonderen, seltenen oder teuren Zutaten oder gar sehr viele Zutaten braucht: einfach ist immer am besten!)

 

Ganz ehrlich: wie schaffen es die Italiener eigentlich, “antipasto, Suppe/Salat, primo piatto (Pasta/Risotto), secondo piatto (Fleisch/Fisch), Dessert/Kuchen, Espresso, Digestive mit Weiß-/Rotwein zum Abendessen zu vernichten, zumal wenn sie erst um 20:00 h anfangen? Wir haben es einmal probiert – vorsichtshalber haben wir Schritt für Schritt bestellt, aber nach primo piatto aufgegeben …auch wenn es verdammt gut war!

 

Ich habe keine Anmerkungen zu la dolce vita… (Die Photos sagen genug!)

 

Wenn wir unterwegs waren, haben wir uns mittags meist eine schöne, knusprige, Tomaten- & Käse-lastige Pizza geteilt. Verglichen mit deutschen Restaurants gab es niemals eine ellenlange Liste von Pizzas mit den verschiedensten Zutaten auf dem Menü: das Angebot beschränkte sich meist auf etwa ein halbes Dutzend…

 

…und zum Schluss… noch einmal… mein David!

 

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…und (auch noch einmal) unser ständiger, verlässlicher Begleiter:

 

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