die kartoffeln des “dauphin”

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Die Kartoffeln des “Dauphin” aka “Gratin Dauphinois” aka Kartoffelgratin… Diese herrlich cremige Beilage mit knusprigen Ecken & Kanten hat viele Namen – bleibt aber immer ein himmlisches Essvergnügen!”

Le Dauphin” war jahrhundertelang der Titel des französischen Kronprinzen… während “dauphinois” die französische Region “Dauphiné” bezeichnet, wo dieses Gericht kreiert wurde. “Dauphin” ist das französische Wort für Delphin – ein Delphin ist im Wappen des französischen Kronprinzen verewigt: im 12. Jahrh. wurde der Graf von Albon scherzhaft “Le Dauphin” genannt (was sich auf seine Nachkommen übertrug) & seine Grafschaft wurde daher in “Dauphiné” umbenannt. 200 Jahre später wurde die Grafschaft Frankreich zugeschlagen & dem französischen Thronerben übereignet… (so ähnlich wie die “Prince of Wales”-Regelung). Dieses Gericht wurde bei einem Essen in Dauphiné am 12. Juli 1788 zum 1. Mal erwähnt… (Danke Wikipedia!) Also reden wir hier von den Kartoffeln des “Dauphin”!

 

 

Von nun an bleiben wir aber in der Gegenwart & konzentrieren uns darauf, wie wir das Gericht zubereiten können.
(Ich habe mich dabei erst einmal an Rachel Khoo’s Pariser Kochbuch gehalten.)

Es ist eigentlich ganz einfach – nur eine Umwandlung:

  • aus rohen Kartoffeln
  • gekocht in Milch & Sahne
  • überbacken im Backofen
  • werden cremige, weiche Kartoffeln…

Was brauchen wir?

 

Nicht viel – nur:

  • Kartoffeln
  • Milch
  • Sahne
  • Knoblauch
  • Muskat
  • Gruyère (wenn ihr mögt!)
  • … & Salz & Pfeffer & etwas Butter (natürlich!).

Wir schälen die Kartoffeln & schneiden sie in 2-3 mm dicke Scheiben. Ich habe festkochende Kartoffeln gewählt: daher werden die Kartoffelscheiben nicht matschig, aber schneidet sie nicht zu dick!

Wir werden kleine ofenfeste Auflaufförmchen benutzen: daher halbiert die Kartoffelscheiben noch einmal, wenn sie zu groß scheinen!

Mischt die Milch mit der Sahne & fügt alles übrige hinzu (d. h. Salz & frisch gemahlener Pfeffer & frisch geriebener Muskat). Ich mag es, wenn es nur sehr sanft nach Muskat schmeckt, aber nehmt ruhig ein bisschen mehr, wenn ihr einen durchdringenderes Aroma wollt!

Alles kommt in einen Kochtopf, um gekocht zu werden – also: lasst es einmal aufkochen & danach für ca. 10 min vor sich hin köcheln. (Vergesst jetzt nicht, den Backofen vorzuheizen… (180 Grad C Umluft).)

 

In der Zwischenzeit fetten wir die Auflaufförmchen mit Butter ein & fügen noch etwas Knoblaucharoma hinzu. Schneidet die Knoblauchzehe in 2 Hälften & reibt mit der saftige Seite die gebutterten Auflaufförmchen aus.

(Wenn ihr euch über die Knoblauchzehe wundert: es ist chinesischer Knoblauch – gleiches Aroma, etwas andere Form!)

Dann ist unsere Kartoffel-Milch-Mischung fertig!

Keine Angst: Ich habe das schon ein paar Mal gemacht & niemals – wirklich NIEMALS – hatte ich ein Problem mit angebrannter Milch im Kochtopf! (D. h.: kein Kratzen, kein Reiben, kein stundenlanges Einweichen, keine spezielle Anwendung von Spülmaschinentabs… nur ein bisschen Belag, der mit einem Küchenschwamm problemlos entfernt werden kann!)

Nächster Schritt:
Füllt nun die heiße Kartoffel-Milch-Mischung in die Auflaufförmchen. Wenn ihr wollt, nehmt rührt Gruyère, um das Aroma zu verstärken: einfach daruntermischen & darüber streuen.

Achtung:
Füllt die Schälchen auf keinen Fall bis zum Rand: lasst mind. 1 cm Abstand, denn die Masse wird im Backofen erneut kochen & heftig blubbern!

(Ich habe hier 3 Schälchen ohne Gruyère & 3 Schälchen mit Gruyère vorbereitet!)

… & alle Schälchen wandern jetzt für ca. 30 min in den vorgeheizten Backofen!

Fertig!

 

die kartoffeln des “dauphin”

Prep Time: 20 minutes

Cook Time: 40 minutes

Servings: 6

die kartoffeln des “dauphin”

Die Kartoffeln des "Dauphin" aka "Gratin Dauphinois" aka Kartoffelgratin... Diese herrlich cremige Beilage mit knusprigen Ecken & Kanten hat viele Namen - bleibt aber immer ein himmlisches Essvergnügen!

Ingredients

  • 1200 gr festkochende Kartoffeln
  • 350 ml Milch (1,5%)
  • 350 ml Sahne (32%)
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwa 10 gr Butter
  • 100 gr Gruyère (gerieben) - optional
  • 1/2 TL Salz
  • etwa 1/4 TL Pfeffer (frisch gemahlen)
  • etwa 1/4 TL Muskat (frisch gerieben)
  • Equipment:
  • 6 ofenfeste Auflaufförmchen (250 ml)

How to...

  1. Den Backofen vorheizen (180 Grad C Umluft).
  2. Die Kartoffeln schälen & in Scheiben schneiden (ca. 2-3 mm dick).
  3. Milch & Sahne zusammengießen, Salz & Pfeffer hinzugeben & Muskat darüberreiben.
  4. Die Kartoffelscheiben mit der Milchmischung in einen Kochtopf geben & zum Kochen bringen.
  5. Danach ca. 10 min köcheln lassen.
  6. Die Auflaufförmchen mit Butter ausreiben.
  7. Die Knoblauchzehe halbieren & mit dem Knoblauch noch einmal die gebutterten Auflaufförmchen ausreiben.
  8. Optional: Den Gruyère reiben.
  9. Die Auflaufförmchen mit der heißen Kartoffel-Milch-Mischung füllen.
  10. Optional: Den geriebenen Gruyère untermischen & zum Schluss darüberstreuen.
  11. Im Backofen ca. 30 min lang backen lassen.

Notes

Cook Time: Umfasst sowohl das Kochen der Kartoffeln als auch das Backen im Backofen. Wenn ihr es etwas brauner & knuspriger haben wollt, lasst die Auflaufförmchen einfach noch weitere 5 min im Backofen.

Gruyère: Rechnet mit ca. 15-20 gr pro Auflaufförmchen.

Pfeffer: Ihr könnt mehr Pfeffer nehmen oder auch weniger - wie ihr es mögt.

Muskat: Ihr könnt mehr Muskat nehmen oder auch weniger - wie ihr es mögt. Ich mag es am liebsten, wenn nur ein Hauch Muskat erkennbar ist.

Ihr könnt die Zubereitung für ein paar Stunden (oder über Nacht!) unterbrechen, wenn erst einmal die Auflaufförmchen mit der Kartoffel-Milch-Mischung gefüllt sind. Stellt die Auflaufförmchen danach einfach ca. 30 min vor dem Servieren in den vorgeheizten Backofen.

Ihr könnt die Auflaufförmchen nach dem Backen im Kühlschrank aufbewahren & kurz in der Mikrowelle erwärmen.

Reste könnten im Kühlschrank bis zu 3-4 Tage lang aufbewahrt werden. (Vergesst, davon zu träumen, dass etwas übrig bleibt...)

https://thebusinesswomanskitchen.de/die-kartoffeln-des-dauphin/

 

Ihr könnt sicher sein, dass die Kartoffeln durchgekocht sind, aber nicht zerfallen. Die Milch-Sahne-Mischung ist eingedickt… Der Gruyère ist mit der Milch-Sahne-Mischung verschmolzen.

Ohne Gruyère ist das Aroma sanfter – mit Gruyère sind da ein paar pikante Stellen: entscheidet selbst, wie es euch am besten schmeckt!

Es ist auch möglich, auf das Vorkochen der Kartoffeln zu verzichten… dann müsst ihr aber die Kartoffeln länger im Backofen lassen (& aufpassen, dass nichts verbrennt!)!

Ihr könnt die Auflaufförmchen ein paar Stunden vor dem Essen mit der (gekochten!) Kartoffel-Milch-Mischung vorbereiten (oder sogar schon am Vortag), sie im Kühlschrank aufbewahren & dann etwa 30 min vor dem Hauptgericht in den Backofen schieben.

Ihr könnt auch eine große Auflaufform anstelle der kleinen Auflaufförmchen nehmen…

Kommen wir zu den Mengen: ihr müsst immer die Milch-Sahne-Mischung an die Kartoffelmenge anpassen (je mehr Kartoffeln, desto mehr Milch-Sahne-Mischung!).

 

Was gibt es sonst noch zu beachten?
Nun: wir zählen keine Kalorien (erinnert euch an Regel #1)… aber ich habe hier bewusst die Original-“Fett”-Menge (Crème Double mit mind. ca. 40% durch Sahne mit 32%) reduziert… ein wenig… Es hat keine Auswirkung auf die Konsistenz & Cremigkeit, aber es ist etwas “leichter”!
Trotzdem Vorsicht: Ich habe ein wenig herumexperimentiert & herausgefunden, dass es kein gutes Ende nimmt, wenn fettreduzierte Sahne (ca. 15%) oder saure Sahne (weder 20% noch 10%) oder… zum Einsatz kommen… die Gratinmasse gerinnt & die Konsistenz verschwindet: alles ist ruiniert!

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich so

Ich hatte immer im Kopf – ganz tief verankert -, dass Kartoffelgratin, Gratin Dauphinois etc. ein ziemlich kompliziertes Gericht ist – mit vielen Fallen auf dem Weg dahin… (Ich weiss nicht, woher diese Idee stammt!). Dann habe ich festgestellt, dass es ganz einfach & recht schnell geht, aber man bekommt ein sehr “schweres” Gericht! Jetzt habe ich verstanden, dass es immer noch schnell & einfach ist, es aber aber auch etwas weniger reichhaltig & trotzdem köstlich geht!

Das Vorkochen der Kartoffeln kostet nicht soviel Zeit: die Fertigstellung im Backofen ist ein Klacks…

Ich mag das!

 

 

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