blick zurück: salatblätter & blattsalate…

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Baby, it’s cold outside!
…& mir fällt nichts besseres ein, als über Blattsalat zu schreiben… etwas, was immer eher mit Frühjahr & Sommer assoziiert wird…
Blattsalat hat das ganze Jahr hindurch Saison: es spielt nur eine Rolle, welche Sorten Salatblätter gerade im Angebot sind. Während wir im Frühkahr & Sommer vor allem auf sehr zarte Salatblätter zurückgreifen können, sollten wir im Herbst & Winter eher an kräftige, knackige Arten wie Radicchio, Spinat, Feldsalat Chicorée & co. denken.

 

Fürs Protokoll:
…und dann gibt es auch noch Grünkohl: der ist “roh” richtig modern geworden – aufgrund der zugeschriebenen Superfood Qualitäten… Also: ich selbst habe bis jetzt noch nie Grünkohl in einem Blattsalat versenkt…

 

Die Grundlage für einen Blattsalat sind Salatblätter (welch eine Überraschung!): viele, ganz viele Salatblätter – der Rest dient zur Aromatisierung!

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Letzten Sommer & Herbst habe ich schon ein paar Blogbeiträge zu Blattsalat geschrieben (wie einfacher gemischter Blattsalat, Römersalat etc.). Ich könnte – ganz schnell – weitere Varianten von Blattsalat hinzufügen… also: was macht denn Blattsalat für Leute mit zu vielen Bürostunden so interessant?

Schauen wir mal…

Erst einmal haben wir grundsätzlich 4 Bestandteile im Blattsalat:

  • Salatblätter (ein No-Brainer!)
  • Vinaigrette (auch so ein No-Brainer!)
  • ein paar “weitere” Zutaten (wie Gemüse, Kräuter, Käse, Eier…) – immer in kleinen Mengen!
  • Kerne & Nüsse: in noch kleinerer Menge.

Nehmt einen Kopf Salat (wie Eisbergsalat oder Römersalat oder…) & zerteilt ihn. Werft die äußeren Blätter weg – ebenso wie alle welken & braunen Blätter. Wascht die Blätter sorgfältig! Trocknet die Blätter sorgfältig in einer Salatschleuder! (Genauso werden natürlich auch Feldsalat oder Rucola oder… behandelt…) Ihr könnt natürlich auch mit gemischten Salatblättern arbeiten – ob nun in eurer Küche gemischt oder fertig aus dem  Supermarkt eures Vertrauens.

Ihr müsst die Salatblätter jetzt zerzupfen oder einfach mit einem Messer kleinschneiden.

Für 2 Personen – als Hauptgericht mit Baguette & Butter – solltet ihr 1 Kopf Salat bzw. ca. 100 gr gesäuberte Salatblätter einplanen. Wenn ihr einen Salatblättermix bevorzugt, ist es besser, ihn fertig zu kaufen (oder ihr werdet Reste haben, die nicht länger als 1-2 Tage haltbar sind… also: wenn ihr nicht an mehreren Tagen hintereinander Blattsalat zu essen plant…).

Für 4 Personen reicht die Menge als Beilagensalat; für ein Hauptgericht für 4 Personen verdoppelt einfach alles.

So: jetzt haben wir eine große Schüssel mit schönen, sauberen & (fast) trockenen Salatblättern.

 

Nächster Schritt: die “weiteren” Zutaten!
Hier müssen wir etwas aufpassen, denn es ist ein Blattsalat & soll auch ein Blattsalat bleiben… Wir sprechen also von:

  • 2-3 fein geschnittenen (geviertelten) Frühlingszwiebeln oder
  • 1-2 Esslöffeln fein gehackter Schnittlauch oder
  • 3-4 fein zerteilten Radieschen oder
  • 3-4 fein geschnittenen Champignons (mittlerer Größe) oder
  • 2-3 in dünne Scheiben geschnittenen Dattel- oder Kirschtomaten oder
  • 1-2 kleingeschnittenen (gekochte) Kartoffeln (mittlerer Größe) oder
  • 2-3 Esslöffeln in dünne Scheiben geschnittene (geviertelte) Gurken oder
  • 1/4 einer geriebenen Fenchelknolle oder
  • etwa 50 gr (oder mehr) Käsespäne (Parmesan, Pecorino, Gouda…) oder
  • etwa 50 gr zerpflücktem Thunfisch oder
  • 1-2 zerdrückten (gekochten) Eiern oder
  • 1-2 Esslöffeln gewürfelten, knackig gebratenem Speck oder
  • 2-4 Esslöffeln fein gehackten mediterranen Kräutern oder
  • 1 Esslöffel getrockneter mediterraner Kräuter oder

(Die Mengen beziehen sich auf einen Blattsalat für 2 Personen… einfach anpassen wie schon für die Salatblätter beschrieben!)

Ich denke, ihr habt das Prinzip verstanden:
Nehmt etwas Gemüse oder etwas Käse oder Fleisch oder ein paar Kräuter – alles sehr fein zerkleinert – und vermengt es mit den Salatblättern. Schaut einfach in euren Kühlschrank oder eure Vorratskammer & nehmt, was da ist & zum Salat passen könnte!

Nicht übertreiben: es reicht, 4-5 verschiedene “weitere” Zutaten hinzuzufügen!

…& (ganz wichtig!): auf gar keinen Fall fein geriebenen, pulverigen Käse untermischen! Das verklumpt & ruiniert die Vinaigrette!

So haben wir jetzt eine große Schüssel mit Salatblättern & aromatischen, herzhaften “weiteren” Zutaten!

 

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Jetzt könnten wir etwas entspannen… Der Blattsalat kann für ein paar Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden (wenn notwendig!) oder wir machen gleich weiter…

Die einfachste Vinaigrette besteht aus einer Mischung von Essig & Öl…., aber das können wir besser! Erst einmal Salz & Pfeffer hinzufügen, Senf, Honig (oder Zucker oder Marmelade… – alles optional!), Mayonnaise hinzugeben (auch optional). Alles kommt in ein verschließbares Schraubgefäß: heftig schütteln! Wir wollen eine weiche, total sämige Vinaigrette!

Verzichtet darauf, fein geschnittene Frühlingszwiebeln oder Sardellen etc. in die Vinaigrette zu geben: ihr habt schon Gelegenheit gehabt, dies alles mit den “weiteren” Zutaten zu erledigen.

Ihr könnt Olivenöl nehmen (am besten: “extra vergine”) oder Rapsöl oder Sonnenblumenöl oder Avocado-ÖL oder was-auch-immer-für-ein-Öl… Das gleiche gilt für Essig: ihr könnt Balsamico nehmen oder Rotweinessig oder Weißweinessig oder Himbeeressig oder was-auch-immer-für-ein-Essig… Es ist nur wichtig, das Essig & Öl miteinander harmonieren & sich aromatisch ergänzen.

Senf – ob scharf oder süß – fügt ein spezielles Aroma hinzu, das nicht durch Essig & Öl allein geliefert werden kann: auf keinen Fall auslassen!

Es gibt also – wie zu sehen ist – “endlos” viele Kombinatiosnmöglichkeiten… Ihr werdet ziemlich schnell “eure” spezielle Vinaigrette entwickeln!

…& immer daran denken, dass zu viele Ölsorten (aka viele offene Ölflaschen!) und/oder zu viele Essigsorten (aka viele offene Essigflaschen!) prädestiniert sind, langfristig eurer Küche nicht gut tun! (Beschränkt euch daher besser auf einige Qualitätsprodukte…)

Wieviel Vinaigrette braucht ihr?
Fangt für einen Blattsalat für 2 Personen mit 2-3 Esslöffeln Öl & 1-2 Esslöffeln Essig an. Denkt daran, dass die Vinaigrette sich mit allen Salatblättern verbinden sollte, aber dass die Blätter nicht in “Sauce” schwimmen sollten! (Für mehr Blattsalat: einfach proportional anpassen!)

Nun kippt die Vinaigrette kurzentschlossen über den Blattsalat & vermischt alles gründlich!

Jetzt haben wir eine große Schüssel mit einem servierfertigen Blattsalat!

 

Legen wir noch einmal einen kurzen Stopp für “Kerne & Nüsse” ein:
Gemeint sind Sesamsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Chiasamen, Granatapfelkerne, Walnüsse, Pekannüsse… (Ich gebe offen zu: das ist nicht meine Welt!) Wenn ihr Kerne & Nüsse im Salat mögt, dann messt 1-2 Esslöffel ab… einfach darüberstreuen!

…& nicht übertreiben: 1 Sorte Kerne oder Nüsse reicht!

Jetzt sind wir wirklich fertig!

 

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Ein paar Worte der Weisheit & aus Erfahrung:

  • Verzichtet niemals darauf, die Salatblätter gründlich zu waschen, auch wenn sie nur ganz, ganz wenig sandig erscheinen… Niemand mag mit den Zähnen auf Sandkörnern herumknirschen!
  • Vergesst niemals, die Salatblätter in mundgerechte Häppchen zu teilen. Es ist nicht lustig, zu große Salatblätter mit herumtropfender Vinaigrette zu managen!
  • Nehmt keinen Essig, der zu sauer ist & auch nicht zuviel davon… Manch ein Gast hat einen empfindlichen Magen!
  • Vergesst nicht, Salatblätter & Vinaigrette zu mischen, bevor ihr den Blattsalat serviert. Wir stehen schließlich nicht an einem Hotelbuffet, wo sich jeder seinen Salat selbst zusammenstellt & danach aus 4-5 verschiedenen Salatssaucen wählen kann… Es ist auch nicht lustig (s. o.), Blattsalat erst auf dem Teller mit kleckernder Vinaigrette zu mischen!

 

Blattsalat & das Buffet?
Nun… ein frischer Blattsalat ist eine feine Sache – ein Blattsaat, der ein paar Stunden Buffet hinter sich hat, ist eher unappetitlich… Wenn ihr einen Blattsalat anbieten möchtet, bereitet eine relativ kleine Menge zu, die schnell ihren Weg zu den Gästen findet… oder erwägt eine andere Salatart…

 

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…und zum Schluss:
Ich mag eine Vinaigrette aus Olivenöl & Balsamico mit einem süß-scharfen französischen Senf (und Salz & frisch gemahlenem Pfeffer): das ist meine ganz “eigene” Vinaigrette.

 

Die Businesswoman mit zu vielen Arbeitsstunden denkt sich so

Es kommt also nur darauf an, was ich in meiner Vorratskammer & meinem Kühlschrank habe: ein paar Reste von Gemüse, Käse, frischen Kräutern reichen immer aus.

Ich brauche natürlich frische Salatblätter & kann dann nach Belieben meine Öle, Essig, Senf etc. plündern… Ich kann die letzten 3 Tomaten verarbeiten & ein paar Esslöffel Parmesanspäne reintappen. Oder ich nehme ein Ei & etwas Mayonnaise… Oder ich ernte die letzten Basilikumblätter…

Ja: die Möglichkeiten sind “unendlich” & ich kann richtig kreativ werden!
… aber es ist schon besser, die Zahl der Zutaten zu beschränken. Es sollte schon ein charakteristischer Gesamtgeschmack dabei herauskommen.

Andererseits muss ich mich nicht streng an ein Rezept halten, sonder kann einzelne Zutaten ersetzen…

Perfekt für meine Küche!

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